Sie können es doch noch! Vor 1.700 Zuschauern siegte der zuletzt arg enttäuschende SC Preußen Münster beim SC Delbrück deutlich 3:0 (1:0) und setzte damit die Vorgabe von Präsident Marco de Angelis um. Der Chef hatte im Vorfeld gefordert:

DELBRÜCK-MÜNSTER 0:3

Kreß blickt auf die "47"

tt
24. März 2007, 19:37 Uhr

Sie können es doch noch! Vor 1.700 Zuschauern siegte der zuletzt arg enttäuschende SC Preußen Münster beim SC Delbrück deutlich 3:0 (1:0) und setzte damit die Vorgabe von Präsident Marco de Angelis um. Der Chef hatte im Vorfeld gefordert: "Jetzt müssen Ergebnisse und eine deutliche Steigerung her!"
Schon früh stellten die Adlerträger die Weichen auf Sieg. Nach sechs Minuten traf Lars Kampf zur Führung.

Delbrück blieb bis zum Pausenpfiff harmlos, konnte nicht den erforderlichen Druck entwickeln, um die konzentrierten Gäste auszuhebeln.

Die Maßnahme von Trainer Georg Kreß, den Defensiv-Verbund zu stärken, zahlte sich aus. Björn Mehnert dirigierte eine Dreier-Abwehr mit klarer Aufgaben-Stellung, Arthur Matlik sowie Simon Talarek kümmerten sich um die SCD-Spitzen. Mit Krisztian Szollar, Grover Gibson und Dirk Caspers wurden drei Akteure vor der Verteidigungs-Linie platziert, Ansgar Brinkmann fütterte das Spiel mit Ideen. Kreß: "Wir haben die Sicherheit insgesamt erhöht. Zugute kam uns natürlich das frühe 0:1 nach sechs Minuten, das von Brinkmann schön vorbereitet wurde."

Zur zweiten Hälfte bäumte sich Delbrück auf, doch gerade in die Drangphase setzte der SC Preußen den zweiten Stich. Kreß: "Etwas glücklich, weil das Tor aus einem Press-Schlag, an dem Marius Sowislo beteiligt war, resultierte." In der Endphase erzielte der ehemalige Bochumer sein zweites Tor, Ansgar Brinkmann hatte die Aktion mit einem knackigen Solo eingeleitet. "Kurz zuvor ließ Grover Gibson, der zusammen mit Matlik und Talarek überragend gespielt hat, noch eine Riesen-Möglichkeit aus. Da dachte ich noch so bei mir: Hoffentlich rächt sich das nicht, aber zum Glück fiel kurz darauf das dritte Ding. Das war unser Sieg", atmete der Fußball-Lehrer kräftig durch.

Nach zwei Niederlagen in Folge und reichlich Getöse unter der Woche räumte Kreß ein: "Ich war schon ziemlich angespannt, aber auch kämpferisch: Schließlich habe ich immer an die Mannschaft geglaubt und wollte mich auch nicht einfach so ergeben. Kompliment an die Truppe und gleichzeitig ein Dankeschön an unsere Chef-Etage, die mir eine ruhige Arbeits-Woche ermöglicht haben."

Das 3:0 wollte der ehemalige Wattenscheider nicht automatisch dafür nutzen, um eine vollmundige Rückkehr ins Aufstiegs-Gefecht anzukündigen. "Wir haben ein Spiel gewonnen", stellt Kreß fest, "mehr nicht. Mit dem Abpfiff begann schon unsere Vorbereitung auf die Mittwochs-Partie gegen Oestrich. Danach wollen wir nach Möglichkeit 47 Punkte auf dem Konto haben. Wir denken momentan nur von Spiel zu Spiel."

Autor: tt

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