Es lief gerade die 14. Minute im Kreisliga-B-Duell zwischen Rot-Weiss Mülheim und dem PSV 1920 Duisburg, da stürzte Mirko Czajka unglücklich und folgenschwer.

Rot-Weiss Mülheim

Knapp an der Katastrophe vorbei

02. April 2013, 19:35 Uhr

Es lief gerade die 14. Minute im Kreisliga-B-Duell zwischen Rot-Weiss Mülheim und dem PSV 1920 Duisburg, da stürzte Mirko Czajka unglücklich und folgenschwer.

Als er am Rande des im vergangenen Jahr vollständig sanierten Ascheplatzes zu Boden ging, deutete eigentlich nichts auf ein ernsthaftes Nachspiel hin, aber stattdessen blieb der Duisburger Spieler liegen. Czajka war auf einen der Steine in der Außenbegrenzung gefallen – aus denen etwa fünf Zentimeter lange Schrauben aus dem Boden herausragten. "Das hatte der Platzwart sich offenbar so gemacht. Dann musste er nur eine Schnur ziehen und konnte anschließend bequem die Linienmarkierung erneuern", erklärt PSV-Trainer Ludwig Lembke.

Boshaftigkeit will er niemandem unterstellen, auch nicht dem Platzwart. Während der anschließenden 20-minütigen Spielunterbrechung sei die Bestürzung auch auf Seiten der Mülheimer Gastgeber groß gewesen. "Die konnten es selbst nicht fassen und haben auch sofort alle 16 Steine aus dem Boden geholt, während der Krankenwagen auf dem Platz stand und unseren Spieler versorgte." Vielmehr geht es Lembke darum, 'Wiederholungstäter' zu warnen: "Darauf könnten ja auch noch andere kommen. Und die sollen wissen, was da alles passieren kann." Czajka, dessen Risswunde am rechten Innenfuß mit 14 Stichen genäht werden musste, wird vermutlich die nächsten sechs Wochen ausfallen.

Czajka noch mit Glück im Unglück

Die Erleichterung, dass der Spieler sich nicht schlimmer verletzte, war groß - nicht zuletzt, weil die Erinnerung an den ehemaligen HSV-Profi Ditmar Jakobs direkt wieder präsent war, der sich anno 1989 mit seinem Rücken in einem Karabinerhaken am Tornetz verfing, dort "wegoperiert" werden und daraufhin seine Karriere beenden musste.

Anschließend wurde die Partie am Winkhauser Weg fortgeführt, allerdings unter dem Protest der Gäste. "Im Laufe der nächsten 14 Tage findet die Verhandlung statt", weiß Lembke und glaubt: "Wahrscheinlich wird das Spiel dann nachgeholt."

Autor:

Mehr zum Thema

Kommentieren