„Langsam zweifele ich echt an mir selbst“, kann Tim Mühlmann seinen sportlichen Werdegang nicht mehr nachvollziehen. Momentan steht der 23-jährige mit der SG Marl auf dem vorletzten Tabellenplatz. „Wenn das so weiter geht, dann komme ich noch ins Guiness-Buch-der-Rekorde“; scherzt der Polizist. Recht hat er: Sollte die Spielgemeinschaft den Klassenerhalt nicht schaffen, dann wäre es Mühlmanns fünfter Abstieg in Folge. In der Jugend zählte der Mittelfeldspieler zu den besten Spielern des Kreises Recklinghausen.

Kreis Recklinghausen: Tim Mühlmann kennt den Abstiegskampf

Der Kampf gegen den fünften Abstieg in Folge

kiko
22. März 2007, 14:00 Uhr

„Langsam zweifele ich echt an mir selbst“, kann Tim Mühlmann seinen sportlichen Werdegang nicht mehr nachvollziehen. Momentan steht der 23-jährige mit der SG Marl auf dem vorletzten Tabellenplatz. „Wenn das so weiter geht, dann komme ich noch ins Guiness-Buch-der-Rekorde“; scherzt der Polizist. Recht hat er: Sollte die Spielgemeinschaft den Klassenerhalt nicht schaffen, dann wäre es Mühlmanns fünfter Abstieg in Folge. In der Jugend zählte der Mittelfeldspieler zu den besten Spielern des Kreises Recklinghausen.

In der Westfalenauswahl stand er sogar mit Spielern wie Moritz Volz auf dem Rasen. Im Alter von fünf Jahren schloss sich der Blondschopf der SpVg Marl an. Unter den Fittichen seines Vaters Jürgen feierte Mühlmann am Volkspark viele sportliche Erfolge. In der D-Jugend schaffte es der Club sogar bis ins Halbfinale des Westfalenpokals.

Mühlmann weckte das Interesse größerer Vereine, blieb „seiner „SpVg“ aber treu. Durch gute Leistungen in der A-Jugend schaffte er den direkten Sprung in die Verbandsliga-Mannschaft. Dennoch sammelte er in seinem ersten Seniorenjahr zunächst Erfahrungen in der zweiten Mannschaft. Es folgte der erste Abstieg in die Kreisliga B. In der kommenden Saison spielte er in der ersten Mannschaft und marschierte schnurstracks bis in die Kreisliga A hinunter. Im Sommer des vergangenen Jahres schloss sich der Schalke-Fan dann nach 16 schwarz-gelben Jahren der SG Marl an. „Die Vorstandsarbeit dort war miserabel“, brauchte Mühlmann endlich mal einen Tapetenwechsel.

Nachtreten kommt für den Spielmacher aber nicht in Frage. Zum neuen Vorstand pflegt er ein gutes Verhältnis und wünscht der SpVg auch in der Zukunft alles Gute. Momentan konzentriert er sich aber nur auf seine Ausbildung bei der Polizei und den Abstiegskampf mit der SG Marl. Vier Punkte aus den letzten beiden Spielen lassen auch an der Hervester Straße endlich einmal wieder etwas Hoffnung aufkommen. Am Sonntag erwartet man den Tabellennachbarn SuS Polsum zum Derby. „Da müssen drei Punkte her“, fordert Mühlmann volle Konzentration.

Die wenige freie Zeit verbringt er am liebsten mit seiner Freundin Katrin. „Sie schafft es, mich auch nach Niederlagen immer wieder aufzubauen“, lobt er die konstanten Motivationskünste seiner Freundin, die sich am Sonntag allerdings im Zwiespalt befindet. Das elterliche Haus grenzt nämlich direkt an den Polsumer Sportplatz. Sollte Mühlmann der Klassenerhalt auch im fünften Anlauf nicht gelingen, hat er vorsichtshalber schon mal einen Plan geschmiedet. „Dann wechsele ich halt zu einem Verein in die Kreisliga C. Dann kann ich wenigstens nicht mehr absteigen“, hat er trotz der prekären Situation seinen Humor nicht verloren.

Auch wenn der angehende Polizist nicht gerade selbst auf dem Platz steht, beschäftigt er sich mit dem runden Leder. Sein größtes Hobby ist der FC Schalke 04, dessen Spielen er mit vielen Freunden - wann immer möglich - beiwohnt.

Autor: kiko

Mehr zum Thema

Rubriken

Kommentieren