Im zweiten Spiel bei den Weltmeisterschaften in Melbourne haben die deutschen Wasserballer den ersten Sieg eingefahren. Die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) schoss Japan in der Vorrundengruppe A mit 17:7 (4:2, 3:2, 6:0, 4:3) aus der Halle und wahrte die Chance auf eine Medaille.

Deutsche Wasserballer dürfen erstmals jubeln

Sieg gegen Japan - Stamm fordert Leistungssteigerung

are1
22. März 2007, 09:31 Uhr

Im zweiten Spiel bei den Weltmeisterschaften in Melbourne haben die deutschen Wasserballer den ersten Sieg eingefahren. Die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) schoss Japan in der Vorrundengruppe A mit 17:7 (4:2, 3:2, 6:0, 4:3) aus der Halle und wahrte die Chance auf eine Medaille.

Das entscheidende Spiel um den zweiten Gruppenplatz bestreitet die deutsche Mannschaft am Samstag (3.00 Uhr MEZ) gegen das punktgleiche Italien, das gegen Titelverteidiger Serbien mit 3:6 (2:3, 0:1, 1:2, 0:0) den Kürzeren zog. Auch die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm hatte gegen die Serben zum Auftakt mit 7:11 verloren.

"Ein Pflichtsieg, dessen Höhe egal ist", kommentierte Bundestrainer Hagen Stamm den Erfolg gegen Japan und musste zugeben: "Wir haben nicht überragend gespielt." Dieser Meinung schloss sich auch Steffen Dierolf (Esslingen) an. "Gegen Japan müssen wir einfach höher gewinnen", meinte der Kapitän. "Wir waren am Anfang nicht konsequent genug und haben uns das Spiel einfacher vorgestellt", fügte Heiko Nossek hinzu.

Der für den griechischen Meister Ethnikos Piräus spielende Torjäger war vor den Augen von DSV-Präsidentin Christa Thiel mit fünf Treffern der erfolgreichste Schütze seiner Mannschaft. Außerdem trafen Florian Naroska (Esslingen/3), Marko Savic (Berlin/2), Marc Politze (Berlin/2), Tobias Kreuzmann (Duisburg/2), sowie Moritz Oeler (Spandau), Steffen Dierolf und der in Russland spielende Thomas Schertwitis (je einmal).
Die Deutschen kamen nach einem zögerlichen Beginn erst nach der Hälfte der Partie besser ins Spiel. Hagen Stamm gönnte seinem Stammtorhüter Alexander Tchigir (Berlin) eine Pause und setzte Michael Zellmer ein. Für den Hannoveraner war es das erste Länderspiel seit Juli 2001 über die gesamte Distanz.

"Ab jetzt geht es in jedem Spiel nur noch um das Überleben. Gegen Italien muss meine Mannschaft eine andere Leistung zeigen", forderte Hagen Stamm, der gegen den EM-Fünften eine "Entscheidungsschlacht" erwartet. "Wir wollen diese Partie gewinnen. Auch wenn die Spieler dort das vier- oder fünffache meiner Spieler verdienen", so Stamm.

Autor: are1

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