Fußball-Zweitligist FC Carl Zeiss Jena wird das Foul des Koblenzers Antony Tieku an Verteidiger Leendert van Steensel nicht juristisch verfolgen. `Strafrechtlich ist das Thema für uns vom Tisch, nachdem Leendert van Steensel als Geschädigter die Entschuldigung Tiekus angenommen hat´, erklärte Vereinspräsident Rainer Zipfel nach einer mehrstündigen Präsidiumssitzung. Zipfel zeigte sich aber enttäuscht darüber, `dass ein solch brutales Foul, bei dem eine schwere Verletzung eines Gegenspielers zumindest billigend in Kauf genommen wird, vom Schiedsrichter nicht mit einem Platzverweis geahndet wird´.

Jena verzichtet auf Klage gegen Koblenzer Tieku

Nach Fußtritt gegen van Steensel

20. März 2007, 14:39 Uhr

Fußball-Zweitligist FC Carl Zeiss Jena wird das Foul des Koblenzers Antony Tieku an Verteidiger Leendert van Steensel nicht juristisch verfolgen. `Strafrechtlich ist das Thema für uns vom Tisch, nachdem Leendert van Steensel als Geschädigter die Entschuldigung Tiekus angenommen hat´, erklärte Vereinspräsident Rainer Zipfel nach einer mehrstündigen Präsidiumssitzung. Zipfel zeigte sich aber enttäuscht darüber, `dass ein solch brutales Foul, bei dem eine schwere Verletzung eines Gegenspielers zumindest billigend in Kauf genommen wird, vom Schiedsrichter nicht mit einem Platzverweis geahndet wird´.

Van Steensel war beim Zweitliga-Punktspiel in Koblenz (0:0) vom linken Stollenschuh Tiekus bei einem Kopfball-Duell direkt im Gesicht getroffen worden und musste danach mit einer Gehirnerschütterung drei Tage in einem Koblenzer Krankenhaus verbringen. Der Verdacht auf Kiefernbruch bestätigte sich nicht. Der 22 Jahre alte Niederländer soll in der kommenden Woche wieder in das Mannschaftstraining einsteigen. Die Aktion Tiekus war von Schiedsrichter Norbert Grudzinski (Hamburg) nicht als Foul geahndet worden.

Da der Unparteiische die Szene allerdings gesehen und bewertet hat, ist eine Ermittlung mit Hilfe der Fernsehbilder von Seiten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgeschlossen. Ein Eingreifen durch den Kontrollausschuss wäre nur möglich, wenn der Schiedsrichter den Vorfall nicht beobachtet hätte.

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