Als Arsenals Fans und Spieler die 13. Meisterschaft an der White Hart Lane feierten, stapfte Jens Lehmann stocksauer in die Kabine. Der Torwart war über seinen Blackout verärgert, durch den Tottenham zum Ausgleich kam.

Lehmann trotz Titelgewinn sauer über Blackout

26. April 2004, 13:15 Uhr

Als Arsenals Fans und Spieler die 13. Meisterschaft an der White Hart Lane feierten, stapfte Jens Lehmann stocksauer in die Kabine. Der Torwart war über seinen Blackout verärgert, durch den Tottenham zum Ausgleich kam.

Arsenal London konnte mit einer unglaublichen Serie in die englische Fußball-Historie eingehen. Die "Unbezwingbaren" aus London sind seit nunmehr 34 Spielen ohne Niederlage und konnten so am Sonntag durch ein 2:2 bei Tottenham Hotspur vorzeitig die Meisterschaft feiern. Großen Anteil daran hatte auch der deutsche Nationaltorwart Jens Lehmann, der seit dieser Spielzeit das Tor der "Gunners" hütet. Lehmann, die Nummer zwei im Tor der deutschen Nationalelf, ist damit der erste Deutsche, der die Meisterschaft in England gewinnen konnte.

Lehmann feierte nicht mit

Als die Arsenal-Fans nach dem Schlusspfiff an der White Hart Lane mit den Spielern den Triumph ausgerechnet beim verhassten Londoner Erzrivalen zelebrierten, stapfte Lehmann indes stocksauer in die Katakomben und trat auf dem Weg dorthin wütend gegen die Plastik-Trinkflasche von Coach Arsene Wenger. Der 34 Jahre alte Keeper ärgerte sich maßlos über seinen Blackout in der letzten Spielminute, als er Tottenhams Robbie Keane im Strafraum zu Fall gebracht hatte und den fälligen Elfmeter zum Endstand kassierte.

"Sicherlich, Jens hat einen Fehler gemacht. Er weiß das, weil er ein intelligenter Spieler ist. Es ärgert ihn selbst am meisten", kommentierte Coach Wenger, der mit Arsenal seine dritte Meisterschaft in acht Jahren feierte und dabei die Erzrivalen FC Chelsea, der mit einer 1:2-Niederlage bei Newcastle United die Vorlage zur vorzeitigen Meisterfeier lieferte, und Manchester United auf die weiteren Plätze verwies.

Wenger lobt Lehmann

Aber im gleichen Atemzug brach der französische Erfolgstrainer eine Lanze für Lehmann: "Sein Missgeschick am Ende hat mich nicht beunruhigt, denn die Meisterschaft war längst entschieden und zwar auch dank guter Leistungen von Jens." Auch beim entscheidenden Punktgewinn konnte sich Wenger auf seine `French Connection´ verlassen, denn Patrick Vieira (3.) und Robert Pires (35.) hatten schon vor der Pause für eine komfortable Führung gesorgt, bevor die "Gunners" erstmals in dieser Saison einen 2:0-Vorsprung verspielten - nicht zuletzt wegen Lehmann.

Autor:

Kommentieren