Das Gipfeltreffen am heutigen Sonntag zwischen Schermbeck und Wiedenbrück elektrisiert die gesamte Liga. Denn im Aufstiegskampf könnte eine Vorentscheidung fallen.

SCHERMBECK/WIEDENBRÜCK: Gipfeltreffen um den Titel

Stroetzels Kampf gegen Teufel

tr/hb
17. März 2007, 19:30 Uhr

Das Gipfeltreffen am heutigen Sonntag zwischen Schermbeck und Wiedenbrück elektrisiert die gesamte Liga. Denn im Aufstiegskampf könnte eine Vorentscheidung fallen. "Mit einem Dreier wären wir zumindest einen verdammt großen Schritt weiter", will Heim-Coach Martin Stroetzel noch nichts davon wissen, mit einem Sieg frühzeitig das Oberliga-Ticket gebucht zu haben. Doch der Finanzwirt weiß auch, dass mögliche neun Punkte eine hohe Hypothek für die Kontrahenten wären:

"Es müsste dann schon mit dem Teufel zugehen, wenn es uns nicht dann gelingen sollte."
Personell können die Gastgeber aus dem Vollen schöpfen, erwarten zudem auch ein volles Haus. "Die Zuschauer werden diesem Highlight den würdigen Rahmen geben", rechnet Stroetzel mit mehr als 500 Fans.

Doch der Linienchef muss sich auch Gedanken machen. Denn Rainer Hackenfort steht womöglich vor seiner Rückkehr nach Stadtlohn. Der Angreifer hat sich gerade erst bei der Polizei beworben. Sollte er dort angenommen werden, würde er seine Ausbildung in Münster absolvieren, der Aufwand in der vierten Klasse wäre zu groß. "Aber das steht noch nicht fest", hofft Stroetzel auf einen Verbleib seines Goalgetters. "Sollte es dennoch so kommen, geht der Job vor und wir müssen damit leben."

Nicht ganz unfallfrei ist der SCW durch den Winter gekommen. Von drei Partien konnten die beiden Heimspiele gegen Rhynern (1:0) und Neuenkirchen (2:1) knapp gewonnen werden, dazwischen reichte es nur zu einem 0:0 in Vreden. "Aufgrund der langen Winterpause und der schlechten Bespielbarkeit der Plätze ist es normal, dass meine Mannschaft noch nicht hundertprozentig in Tritt ist", erklärt Trainer Jürgen Gessat. "Schermbeck hat da seine Aufgaben optimaler erfüllt. Leider ist es und nicht gelungen, den Abstand zu verkleinern. Im Gegenteil, es sind zwei Punkte mehr geworden" Daher ist aus seiner Sicht die Ausgangslage klar:

"Wenn Schermbeck gewinnt, dann sind sie durch. Sollten wir nach einer Stunde merken, dass es nicht zu einem Dreier reicht, muss man zumindest auf Unentschieden spielen. Schließlich ist Schermbeck die beste Heimelf der Liga, hat von zehn Spielen zuhause neun für sich entschieden und nur ein Unentschieden abgegeben."

Autor: tr/hb

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