Ohne Nervenkitzel scheint es in Speldorf nicht zu gehen. Immer wenn der VfB die Chance hat, sich von den unteren Tabellenregionen abzusetzen, knickt die Mannschaft von Trainer Piero Lussu ein. So auch jüngst beim 0:1 gegen Homberg.

VFB SPELDORF: Fall Yilmaz erneut vertagt

Klauß: "Sind masochistisch veranlagt"

tr
16. März 2007, 13:42 Uhr

Ohne Nervenkitzel scheint es in Speldorf nicht zu gehen. Immer wenn der VfB die Chance hat, sich von den unteren Tabellenregionen abzusetzen, knickt die Mannschaft von Trainer Piero Lussu ein. So auch jüngst beim 0:1 gegen Homberg. "Die Enttäuschung ist natürlich groß", redet Michael Klauß nicht um den heißen Brei herum. Der Sportliche Leiter der Mülheimer fügt grübelnd an:

"Wenn man die letzten zweieinhalb Jahre Revue passieren lässt, war es immer spannend. Eigentlich wollten wir mal eine ruhige Kugel schieben, aber leider sind wir masochistisch veranlagt und verspielen immer die beste Möglichkeiten."

Dass der erneute Rückschlag ausgerechnet gegen den befreundeten Club eingesteckt werden musste, stört Klauß derweil nicht: "Die einzelnen Mannschaften müssen endlich begreifen, dass man kein Match mehr nur mal soeben gewinnen kann, wenn man nicht alles abruft. Der Fußball hat sich in den letzten fünf Jahren geändert, Schwache gibt es nicht mehr. Wer das nicht begriffen hat, dem ist nicht mehr zu helfen." Seine Elf hat es anscheinend noch nicht verinnerlicht. Klauß stimmt zu: "Den Eindruck kann man gewinnen. RWO beispielsweise gewinnt immer knapp, die haben es verstanden."

Einen weiteren Erfolg kann der Funktionär allerdings an der Vertragsfront verbuchen. Christoph Ulrich hat seinen Kontrakt um ein Jahr verlängert. "Aber die ungewisse Situation macht die Sache auch drum herum nicht einfacher", runzelt Klauß die Stirn und sieht sich in seinen Planungen behindert. "Wir sind mit Blick auf den Kader auf einem guten Weg, wollen bis Ende April alles abgeschlossen haben. Die ewige Zitterei nervt dabei aber."

Das gilt auch für den Fall Birkan Yilmaz. Der Heimkehrer darf laut Verbandsstatuten immer noch nicht für den VfB auflaufen. Der Verhandlungstermin vor dem Sportgericht ist derweil erneut verschoben worden, jetzt soll am 24. März ein Urteil gefällt werden. Bis dahin ist Yilmaz zur Tatenlosigkeit verdammt. "Man hat ja auch noch Zeit und handelt im Sinne des Spielers", schüttelt Klauß ungläubig den Kopf. "Der Junge kann doch nichts dafür, dass die Herrschaften des Verbandes keinen Termin hinbekommen. Ich finde es schade, dass einem Kicker so vor den Kopf gestoßen wird."

Neben Yimaz werden am Sonntag gegen Velbert auch Damiano Schirru (Rote Karte) und Marco Fereira fehlen. "Marco plagt sich mit Kreislauf-Probleme herum, muss sich schnellstens untersuchen lassen", ist Klauß besorgt. Aber das kennt er ja aus den letzten Jahren...

Autor: tr

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