Wenn eine Mannschaft 0:2 zurückliegt und nach beherztem Kampf noch ein 2:2-Remis in der Schluss-Minute schafft, dann ist das durchaus eine bemerkenswerte Leistung. Dirk Helmig, Trainer der SG Wattenscheid, war deswegen auch ziemlich stolz auf seine Truppe.

WATTENSCHEID: Keller verletzt / Sorgen um Hecimovic

Helmig gibt weiter Gas

16. März 2007, 09:08 Uhr

Wenn eine Mannschaft 0:2 zurückliegt und nach beherztem Kampf noch ein 2:2-Remis in der Schluss-Minute schafft, dann ist das durchaus eine bemerkenswerte Leistung. Dirk Helmig, Trainer der SG Wattenscheid, war deswegen auch ziemlich stolz auf seine Truppe. "Nach dem Pausen-Rückstand in Erkenschwick habe ich meine Jungs darauf hingewiesen, dass wir auch Mal mit dem Aufholen dran sind.

Zuletzt war das ja mehrmals den Gegnern gelungen, nachdem wir mit zwei Treffern vorne lagen. Das Schöne an so einem Teil-Erfolg ist einfach, dass die Spieler sehen: Es geht! Die Jungs setzen die Trainings-Arbeit um, stehen hinter der Sache und werden auch noch belohnt. Das ist für den Kopf ganz, ganz wichtig."
Und für das Punkte-Konto auch. "Wir wollen mitnehmen, was geht", sagt Helmig und duldet keinen Schlendrian: "Wir dürfen uns auf keinen Fall ausruhen, müssen versuchen, am Freitag Abend gegen Arminia Bielefeld II nachzulegen. Das ist eine ähnlich junge Mannschaft, wie wir es sind, vielleicht agieren wir einen Tick cleverer und behalten die Zähler hier."

Allerdings hat "Putsche" genug Infos eingeholt, um die Stärken der Ostwestfalen einschätzen zu können: "Arminia soll fußballerisch mit die beste Mannschaft in der Liga sein. Die werden bei uns richtig Gas geben, wir müssen das genauso tun. Das wird ein hartes Stück Arbeit, aber wir sind gut dabei, haben uns in der Liga auch wieder einen anderen Status erarbeitet." Der ehemalige RWE-Profi: "Die Gegner müssen sich nach und nach mehr auf uns einstellen, das war vor ein paar Monaten nicht der Fall, wir haben uns Respekt verschafft." Dazu scheint auch das Band mit den Fans wieder dicker zu werden.

"In Hamm war es ein tolles Gefühl, mit den Anhängern zu feiern, in Erkenschwick sind nach dem Ausgleich alle in die Kurve gerannt, haben sich riesig gefreut. Wir brauchen die Unterstützung der Leute, das kann auch wieder ein paar Prozentpunkte freisetzen."

Ebenfalls ein Vorteil: Die erhöhte Alternativen-Anzahl bei den 09ern. "Christian Luvuezo kam für Jascha Keller, der mit einem Muskelfaserriss zwei Wochen ausfällt, in die Partie und hat eine gute Leistung abgerufen. Vor der Begegnung habe ich ihm noch gesagt: Luvu, es kann ganz schnell gehen, dass du wieder dabei bist", erklärt Helmig. Die Tatsache, dass Mo Abdulai nach seiner Pausen-Hereinnahme direkt einen Treffer per weitem Einwurf einleitete, ist ein zusätzlicher Beleg für Bank-Power. Helmig: "Mo hat wichtige Impulse gegeben." Sorgen macht sich der Linien-Chef noch etwas um Torwart Senad Hecimovic, bei dem Wasser im Knie festgestellt wurde.

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren