Der Fall Uwe Drzeniek beschäftigt seit rund einem halben Jahr die Gerichtsbarkeit. Die Vorwürfe gegen den Hauptsponsor der DJK Germania Gladbeck (RS berichtete ausführlich) scheinen nun allerdings entkräftet werden zu können, sodass sich Drzeniek nun wieder um seine Mannschaft kümmern kann. RevierSport sprach mit dem Unternehmer über die schwärzeste Zeit seines Lebens, die aktuelle sportliche Situation und die Zukunftsplanungen.

GLADBECK: "Fehler der Vergangenheit korrigieren"

Uwe Drzeniek ist sportlich wie juristisch auf der Zielgeraden

16. März 2007, 08:45 Uhr

Der Fall Uwe Drzeniek beschäftigt seit rund einem halben Jahr die Gerichtsbarkeit. Die Vorwürfe gegen den Hauptsponsor der DJK Germania Gladbeck (RS berichtete ausführlich) scheinen nun allerdings entkräftet werden zu können, sodass sich Drzeniek nun wieder um seine Mannschaft kümmern kann. RevierSport sprach mit dem Unternehmer über die schwärzeste Zeit seines Lebens, die aktuelle sportliche Situation und die Zukunftsplanungen.

Hallo Herr Drzeniek, wie haben Sie die U-Haft überstanden und wie geht es Ihnen jetzt?

Ich bin froh, diese Phase hinter mir zu haben. Soweit geht es mir ganz gut, danke.
Wie ist in Ihrem Fall der Status Quo?

Wir befinden uns auf der Zielgeraden. Es war sehr unangenehm, aber ich wusste schon vorher, dass wenig Substanz hinter den Anschuldigungen steckt.

Sprechen wir über die DJK. Sie sind seit den Vorkommnissen nicht mehr Geschäftsführer des Mode-Imperiums "Colosseum". Wird die Bekleidungskette denn auch weiterhin den Club unterstützen?

Ich habe mich mit den Vereins-Verantwortlichen zusammengesetzt und ihnen meine Vorstellungen erklärt. Wenn die Etat-Forderungen, für die Colosseum nun einmal nicht zu 100 Prozent verantwortlich ist, erfüllt werden, wird Colosseum einen dicken Hauptsponsor-Vertrag unterschreiben.
Unabhängig von der Liga, in der Gladbeck zukünftig spielen wird?

Ja. Der finanzielle Rahmen wird aber natürlich von der
Spielklasse abhängen.
Nach dem Trainerwechsel von Mustafa Turgut zu Guido Naumann läuft es plötzlich. Wie bewerten Sie die aktuelle Situation?

Ich bin von der Mannschaft begeistert. Es ist auch ein echtes Team geworden, für das es sich lohnt, weiter zu machen. Mit Guidos Arbeit bin ich mehr als zufrieden. Ich glaube auch, dass der Erfolg, der da ist, sehr stark auf seine Arbeit zurückzuführen ist. Trotz der widrigen Umstände, wie beispielsweise um meine Person, hat er es geschafft, weit oben mitzumischen.

Sportlich läuft es rund, doch die Infrastruktur stimmt immer noch nicht. Wie wichtig wäre die Meisterschaft auch für die Gespräche mit der Stadt Gladbeck, endlich ins Stadion zu dürfen?

Extrem wichtig. Die Situation um den Verein herum ist nicht die beste, egal in welcher Liga wir spielen. Hier muss sich einiges ändern. Der Aufstieg würde helfen und ein positives Zeichen setzen.
Was spricht im Titelrennen für die Germania?

Die Qualität der Mannschaft und des Trainers sowie die Ergebnisse der letzten Wochen. Mit 14 Gegentreffern in fünf Spielen inklusive ein 2:2-Remis zu verlieren, sucht seines Gleichen und sagt eigentlich alles aus.
Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein?

Es bleibt mit der TSG Sprockhövel, Vorwärts Kornharpen und dem DSC Wanne-Eickel ein Vierkampf. Alle Teams sind sehr ausgeglichen. Die Verfolgerrolle, die wir gegenüber der TSG einnehmen, ist die schwierigere. Es ist sehr schade, dass wir zu Beginn so oft verloren haben. Aber noch ist Zeit, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren.

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