Erfrischend informativ präsentierte sich RWO-Coach Hans-Günter Bruns vor dem Match am heutigen Sonntag gegen den WSV Borussia. Denn während andere Trainer sich bei Nachfragen bezüglich der eventuellen Aufstellung gerne winden wie ein Aal, betonte der Ex-Profi vor dem ersten Heimspiel seit 91 Tagen (1:1 gegen Aachen II).

RWO: Schlieter gibt Debüt gegen "1B-Team" des WSV

Bruns will vom Topstart sprechen

11. März 2007, 13:48 Uhr

Erfrischend informativ präsentierte sich RWO-Coach Hans-Günter Bruns vor dem Match am heutigen Sonntag gegen den WSV Borussia. Denn während andere Trainer sich bei Nachfragen bezüglich der eventuellen Aufstellung gerne winden wie ein Aal, betonte der Ex-Profi vor dem ersten Heimspiel seit 91 Tagen (1:1 gegen Aachen II).

"Thomas Schlieter wird definitiv spielen." Und damit kommt es auch beim zweiten Winterneuzugang aus Velbert endlich zum Debüt, nachdem der Abwehrmann bei den ersten beiden Partien noch passen musste. Und wie sehr die Kopfballstärke des Verteidigers fehlte, sah man zuletzt in Kleve, als zwei Gegentreffer nach Standards fielen. Schlieter rotiert in die Elf, bedeutet auch, ein Mitglied der Dreierkette muss auf die Bank. Bruns legt sich teilweise fest: "Daniel Embers hat sich bisher hinten eindeutig am besten präsentiert, daher wird entweder Dimitrios Pappas oder Timo Uster nicht dabei sein."

Klare Worte auch für den Angriff. Bruns: "Mike Terranova und Dominik Jansen fangen an, Dominik ist einfach dran, er hatte eine gute Vorbereitung und in den ersten beiden Partien hat er auch getroffen." Damit sind die ersten Härtefälle da, die Stammspieler der Hinrunde, Tim Reichert, Tuncay Aksoy und am Sonntag Pappas oder Uster, müssen ihren Platz freimachen. Mit Blick auf die neue Situation erklärt der Trainer: "Es wird diese Fälle immer geben, die Jungs müssen das akzeptieren. Bisher haben alle das gut weggesteckt, ein Aksoy zum Beispiel gibt im Training richtig Gas, man zeigt mir, man will in die Elf. So muss das sein, denn wer den Kopf in den Sand steckt, spielt gar nicht mehr."

Was aktuell noch auf Thomas Rietz zutrifft, der Pechvogel der bisherigen Spielzeit soll in der kommenden Woche wieder ins Lauftraining einsteigen, dann gilt es, verlorene Muskulatur aufzubauen, um bei der nächsten Begegnung eine weitere Alternative zu sein. Doch vorher stehen die 90 Minuten gegen Wuppertal auf dem Plan, ein Gegner, der in der Hinrunde trotz des 2:1-Sieges für RWO die bessere Elf war.

Bruns: "Das ist eine Truppe, wo man nie weiß, gegen wen man antritt. Die haben unglaublich viele Akteure unter Vertrag, ich rede da nicht von einer zweiten Mannschaft, sondern von Team 1A und 1B, die eigentliche Reserve tritt unter dem Namen Perspektivteam alle paar Wochen zu Spielen an." Daher ergänzt der Linienchef der Kleeblätter: "Ich gehe davon aus, es sind fast nur Regionalliga-Leute mit dabei. Aber das ist die Klasse, wo wir hinwollen, daher peilen wir den Sieg an."

Und Bruns hat Recht, denn der WSV kündigte unter anderem schon an, auf die Dienste von Marcel Reichwein oder Andreas Kohlhaas zurückzugreifen.

Bruns: "So oder so wird das eine schwierige Aufgabe, der WSV steht sehr kompakt, hat nicht umsonst erst 15 Gegentreffer kassiert. Aber wir wollen auf sieben Zähler nach den ersten drei Matches nach der Pause kommen, dann können wir von einem Topstart sprechen."

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