Seit elf Spielzeiten schnürt Carsten Wolters für den MSV Duisburg die Fußball-Schuhe. Dabei ist die stattliche Zahl von 179 Bundesliga- und 194 Zweitliga-Einsätzen zusammengekommen. Ob

MSV: Carsten Wolters hofft bis Ende März auf Klarheit

Das optimale Modell

09. März 2007, 10:58 Uhr

Seit elf Spielzeiten schnürt Carsten Wolters für den MSV Duisburg die Fußball-Schuhe. Dabei ist die stattliche Zahl von 179 Bundesliga- und 194 Zweitliga-Einsätzen zusammengekommen. Ob "Erle" in der aktuellen Saison noch die runde "200" voll macht, ist fraglich.

"Ich habe in dieser Serie erst drei Einsätze gehabt und sicher noch genug Ehrgeiz, um regelmäßig zu spielen, aber für mich ist das Jahr bisher nicht gerade toll gelaufen. Es ist einfach unbefriedigend", sagt der ehemalige Dortmunder.
Der Vertrag des Familienvaters läuft im Sommer aus, eine mögliche Option, eventuell hinter den Kulissen weiter beim MSV mitzuarbeiten, wurde noch nicht konkretisiert. "Ich hoffe, dass bis Ende März ein Gespräch mit Präsident Walter Hellmich stattfindet. Ich bin lange in Duisburg, habe immer alles gegeben, war nie ein Stinkstiefel. Ich habe es schon verdient, dass mit mir geredet wird und eventuell etwas angeboten wird."

Das optimale Modell wäre aus Sicht des 37-Jährigen ein Status als "Stand-By-Spieler" mit paralleler Einarbeitung in einen möglichen neuen Bereich. Wolters: "Wenn man so allmählich den Übergang einleiten könnte, würde das Sinn machen. Natürlich muss der MSV auch erst ein Mal Klarheit haben, wohin die Reise sportlich geht. Davon hängt zwangsläufig eine Menge ab, dann muss ausgelotet werden, wo und ob überhaupt Bedarf besteht. Ich hoffe natürlich, dass sich irgendetwas ergibt, schließlich verbindet mich eine Menge mit dem Club."

Beispiele dafür, dass Profis vom Rasen in die administrative Ebene wechseln, gibt es aus der Vergangenheit genug. Mit Stefan Reuter (1860 München) und Michael Zorc (Borussia Dortmund) hat Wolters, der vor wenigen Monaten seine Weiterbildung zum Sportfachwirt erfolgreich abgeschlossen hat, sogar noch selbst beim BVB zusammengespielt.

Doch aktuell steht ganz klar die Rückkehr in die Bundesliga im Vordergrund. "Das wäre ein I-Tüpfelchen auf meine Karriere", blickt der ehemalige Wattenscheider voraus, "aber ich werde dann sicher nicht in der ersten Reihe tanzen und die Aufstiegs-Party hochleben lassen. Wenn wir es packen, dann ist mein Anteil daran nur minimal. Andere Spieler würden vielleicht sagen, sie hätten die Stammelf durch engagiertes Training zu Höchstleistungen angetrieben, aber so einer bin ich nicht."

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