Thomas Zdebel ließ nach dem 0:3 in Bremen kräftig Dampf ab. Keiner wirkte frustrierter als der ehemalige polnische Nationalspieler, wohl auch, weil er das Gefühl hatte, einer der wenigen Akteure zu sein, die sich gegen die klare Niederlage mit aller Macht gestemmt hatten. Der Kapitän brauchte lange, um sich zu beruhigen, gestand später ein:

BOCHUM: Thomas Zdebel mahnt zur Besonnenheit

"Der eigentliche Ärger lag viel tiefer"

09. März 2007, 08:11 Uhr

Thomas Zdebel ließ nach dem 0:3 in Bremen kräftig Dampf ab. Keiner wirkte frustrierter als der ehemalige polnische Nationalspieler, wohl auch, weil er das Gefühl hatte, einer der wenigen Akteure zu sein, die sich gegen die klare Niederlage mit aller Macht gestemmt hatten. Der Kapitän brauchte lange, um sich zu beruhigen, gestand später ein: "Der eigentliche Ärger lag viel tiefer. Denn in Bremen kann man verlieren, nicht aber ständig zuhause. Ein Punkt gegen Aachen reicht auch nicht."
An dieser Misserfolgsserie erinnerte sich Zdebel an der Weser:

"Hätten wir da unsere Hausaufgaben gemacht, wäre die Pleite zu verschmerzen gewesen. Wenn wir uns dann aber so präsentieren, ist das bitter." Natürlich versucht auch Zdebel dieses Erlebnis abzuhaken, denn zu wichtig ist die anstehende Aufgabe gegen den Nachbarn aus Dortmund. "Beide Teams befinden sich in einer kritischen Situation. Bei uns ist die Lage noch prekärer." Trotzdem glaubt er, dass ein Dreier machbar ist: "Der BVB ist schlagbar, vorausgesetzt wir leisten uns keinen Ausfall im Spiel. Siege sind nur noch möglich, wenn alle hundert Prozent aus sich herausholen, um im Kollektiv erfolgreich zu sein. Wir haben zu wenige Einzelkönner, die eine Partie alleine entscheiden können."

Der Mittelfeldakteur weiß aber um die derzeitige Problematik: "Wir können nicht behaupten, dass wir derzeit vor Selbstvertrauen strotzen, also müssen wir es uns erarbeiten. Dieses Derby wird durch Kleinigkeiten entschieden, deshalb müssen wir voll konzentriert sein. Nur dann kann es klappen."

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