Nach dem mageren 1:1-Remis gegen die SG Herten-Langenbochum platzte Sprockhövels Coach Lothar Huber die Hutschnur. Grund: Seine Elf vergab die Chance, sich weiter abzusetzen, leichtfertig. Huber macht die herrschende Arroganz als Grund aus und nimmt seine Routiniers wie Andrius Balaika oder Marius Kundrotas in die Pflicht, den

SPROCKHÖVEL: Routinier Kundrotas nimmt Pflicht an

Die Frage nach dem Aufziehen

08. März 2007, 15:57 Uhr

Nach dem mageren 1:1-Remis gegen die SG Herten-Langenbochum platzte Sprockhövels Coach Lothar Huber die Hutschnur. Grund: Seine Elf vergab die Chance, sich weiter abzusetzen, leichtfertig. Huber macht die herrschende Arroganz als Grund aus und nimmt seine Routiniers wie Andrius Balaika oder Marius Kundrotas in die Pflicht, den "Kindergarten" an die Hand zu nehmen:

"Da müssen sich die Jungs einfach einschalten und der Leichtfertigkeit einen Riegel vorschieben."

Eine klare Ansage, die sich Kundrotas auch zu Herzen nimmt. "Das ist eine ganz normale Reaktion, wir sind gefordert." Der 27-Jährige, der in gut zwei Wochen Geburtstag feiert, versucht die Lage zu analysieren. "Vielleicht liegt es an der Vorbereitung, die wir sehr souverän bestritten haben. Da wir auch gegen gute Mannschaften gewonnen haben, könnte es nun ein Kopfproblem bei dem ein oder anderen sein. Wir sind nun einmal eine junge Truppe, in der dies durchaus vorkommen kann."

Dass Huber ausgerechnet nach einem Unentschieden auf den Tisch haut, ist in Kundrotas' Augen richtig. "Er muss dagegen steuern und die Nachlässigkeiten heraustreiben. Es ist bei uns eine reine Einstellungssache."

Aber wie gehen die Jungfüchse mit der ersten Kritik in ihrer Laufbahn um? "Es sind alle gute Fußballer, die sich für höherklassigere Clubs empfehlen wollen", weiß Kundrotas. "Man muss Kritik vertragen können, sonst kommt man nicht weiter. Ich habe sie mir früher auch zu Herzen genommen. Die Youngster haben diesbezüglich zwar noch keine Erfahrung, müssen es allerdings annehmen und die eingetretene Selbstverständlichkeit bekämpfen."

Doch schwarz malen will der ehemalige Velberter auch nicht. "Ich sehe die ganze Geschichte allerdings auch nicht so negativ wie der Coach. Es waren nur zwei schlechte Spiele. Wir haben noch alles selbst in der Hand." Dass die Truppe den Schalter auch umlegen kann, kann die TSG am Sonntag im Spitzenspiel beim SV Vorwärts Kornharpen beweisen. Besonders für Kundrotas ist die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte etwas besonderes, auch weil er einen freundschaftlichen Kontakt zu Trainer Jörg Silberbach pflegt.

"Ich spiele gerne gegen den SV und Jörg", reibt sich Kundrotas die Hände. "Wir ziehen uns nach dem Match immer auf und ich habe keine Lust, dass er mir die Sprüche reinhaut. Deshalb müssen wir gewinnen." Auch auf die Meisterschaftsfrage hat Kundrotas eine klare Antwort: "Ich gehe stark davon aus, dass wir Meister werden. Wir haben nun einmal die besten Voraussetzungen."

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