Hattingen: Spielabbruch wirft weiter Fragen auf

Schlägerei an der Munscheider Straße

fz
30. August 2006, 14:23 Uhr

Drei Tage nach dem Spielabbruch in der Kreisliga B in Hattingen zwischen Kreisliga A-Absteiger VfL Winz Baak und TuS Bredenscheid, ist das Entsetzen über die Schlägerei noch immer groß. Immerhin, Schuldzuweisungen blieben bisher aus. Alle Beteiligten zeigten sich über die Geschehnisse schockiert.

"So eine Brutalität habe ich lange nicht gesehen", äußerte sich Jürgen Mutke, Trainer der Winz-Baak-Elf, gegenüber der Hattinger Zeitung geschockt. Was allerdings genau auf dem Sportplatz an der Munscheider Straße am Sonntag passiert ist, wird wohl das Sportgericht klären müssen, dass sich auch mit der Frage befasst, ob das in der 74. Minute abgebrochene Spiel (Spielstand: 4:0 für den VfL Winz-Baak) wiederholt wird. Ob es wegen der Schlägerei noch zu Zivilklagen kommt, blieb bisher offen.

Begonnen hatte alles nach ungefähr einer Stunde mit einer Schlägerei auf der Tribüne, als drei Jugendliche von einem älteren Herrn attackiert worden seien. Daraufhin seien drei Spieler vom Feld auf die Tribüne gestürzt, teils um den Herrn zu schützen oder um zu schlichten. Kurze Zeit später wurde das Spiel fortgesetzt. Ein Zustand, der jedoch nicht sehr lange andauerte. Nachdem die Unparteiische einige Minuten später angegangen worden sein soll, sowie einige Spieler aufeinander losgingen, brach die Schiedsrichtern die Partie in der 74. Minute ab.

Beide Trainer entschuldigten sich einen Tag später für die Vorfälle gegenüber der Presse. Theo Menneke, der Vorsitzende des Kreis-Schiedsrichter-Ausschusses des Bochumer Fußballkreises, forderte als Konsequenz aus den Vorfällen mehr Ordner am Spielfeldrand. Es reiche eben nicht, "wenn drei Leute mit Ordnerbinde an der Zapfanlage stehen", betonte Menneke gegenüber der Zeitung.

Autor: fz

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