Milko Trisic, Neuzugang der SG Wattenscheid und mit zwei Treffern in vier Begegnungen durchaus eine Bereicherung, gibt sprichwörtlich Gas. Nicht nur auf dem Platz, wo er über die linke Schiene mächtig Dampf entfacht, sondern auch auf der Autobahn.

SG Wattenscheid: Nachhol-Spiel soll im März ablaufen

"Einstand war nicht schwer"

tt
05. März 2007, 16:20 Uhr

Milko Trisic, Neuzugang der SG Wattenscheid und mit zwei Treffern in vier Begegnungen durchaus eine Bereicherung, gibt sprichwörtlich Gas. Nicht nur auf dem Platz, wo er über die linke Schiene mächtig Dampf entfacht, sondern auch auf der Autobahn. "Ich wohne in Heinsberg. Das liegt zwischen Mönchengladbach und Aachen. Zum Training an die Lohrheide bin ich etwa eine Stunde unterwegs", erklärt das Talent. Trisic: "Im Moment muss ich eben in den sauren Apfel beißen."

Die Zusammenarbeit ist zunächst bis zum Sommer angedacht, im Falle der Rettung wäre eine Fortsetzung nicht ausgeschlossen. Trisic: "Ich könnte mir schon vorstellen, länger bei der SG zu bleiben. Es gefällt mir hier, ich bin prima aufgenommen worden, bekomme die Unterstützung von Trainer Dirk Helmig. Die Team-Kollegen sind charakterlich super, keiner kommt arrogant rüber, alle sind offen und hilfsbereit. Es macht einfach Spaß."

Dieser Faktor war bei Alemannia Aachen II in der Oberliga Nordrhein nicht mehr gegeben. "Ich bin ab und zu Mal reingekommen, habe aber nicht regelmäßig gespielt", blickt der gebürtige Bosnier zurück, "erst lief es sehr gut, aber dann hat sich das Blatt gewendet." Da kam die Anfrage aus Wattenscheid gerade recht. So ganz fremd war ihm die neue Truppe nicht, schließlich kennt er den zweiten Winter-Zugang Alex Karachristos von der Alemannia, außerdem spielte er mit Verteidiger Christian Luvuezo in der schwarz-gelben Jugend des Tivoli-Teams. Trisic: "Da war der Einstand bei 09 für mich nicht so schwer."

Mit seinen 20 Jahren muss sich der Offensiv-Mann im kalten Oberliga-Wasser erst einmal freischwimmen. "Das ist mein erstes Senioren-Jahr. Ich habe sicherlich Qualitäten, kann aber noch eine Menge dazu lernen", stellt er fest. Sein Fach-Abitur hat Trisic in der Tasche, künftig strebt er einen Job als Bauzeichner an. Noch lieber wäre es ihm aber, mit dem Lederball sein Geld zu verdienen. "Ich muss eine gewisse Konstanz in die Leistungen bringen. Mein Ziel ist es schon, in Zukunft eine Liga höher aufzulaufen, aber jetzt zählt erst Mal der Klassenerhalt mit der SG."

Dieses Ziel sollte eigentlich am Freitag Abend erneut mit Leben gefüllt werden, doch die Partie gegen Oestrich fiel aus. Trainer Dirk Helmig: "Wir wollten eigentlich spielen und durch ein positives Ergebnis vorlegen, aber es ging wirklich nicht. Das wäre auf dieses Platzverhältnissen ein Zufalls-Produkt geworden, es hätte keinen Sinn gemacht, die Partie anzupfeifen." Als neuer Termin wird ein Wochentag im Monat März ins Auge gefasst. Organisations-Leiter Gerd Abstins: "Der eigentliche Nachhol-Termin an Ostern fällt bei uns weg, weil im April das Frauen-Länderspiel Deutschland-Niederlande bei uns in der Lohrheide stattfindet. Und dafür muss der Rasen schon einige Tage vorher geschont werden."

Autor: tt

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