Der nächste Anlauf des schwarz-gelben Hoffnungsträgers.

BVB: Gegen Cottbus nächster Anlauf des schwarz-gelben Hoffnungsträgers

Sebastian Kehl: "Ich bin der Typ, der die Nummer fünf trägt"

04. März 2007, 14:11 Uhr

Der nächste Anlauf des schwarz-gelben Hoffnungsträgers. "Nachdem ich in den letzten zwei Wochen keine größeren Probleme mehr hatte und auch ein eigens anberaumtes Testspiel am Dienstag gegen unsere Amateure beschwerdefrei überstanden habe, werde ich wohl gegen Cottbus wieder dabei sein", zeigt sich Sebastian Kehl nach langer Zeit endlich wieder einmal äußerst zuversichtlich. Ähnlich optimistisch schätzt Coach Jürgen Röber die Situation ein: "Es sieht gut aus. Er wird von Anfang an spielen können, denn er hat Fortschritte gemacht."

Rund sieben Monate nach seinem letzten Einsatz von der ersten Minute an - gegen den VfB Stuttgart wurde "Kelly" in der zweiten Halbzeit eingewechselt - soll Dortmunds "Sechser" schon allein durch seine Präsenz für Stabilität sorgen. Der BVB-Trainer: "Auf der einen Seite ist er enorm wichtig für die Mannschaft, auf der anderen kann er gleichzeitig für die notwendige Unterstützung von außen sorgen, weil die Zuschauer froh sind, dass er wieder zurück ist." Aber nicht nur kurz-, sondern auch mittelfristig soll der 27-Jährige für den Umschwung bei den Schwarz-Gelben sorgen. Noch einmal Dortmunds Fußball-Lehrer. "Ich habe mich mit ihm unterhalten. In der jetzigen Situation helfen ihm nur Spiele und noch einmal Spiele, in denen er sich die entsprechende Sicherheit erarbeiten kann. Immer vorausgesetzt, sein Knie hält."

Wie nicht anders zu erwarten, bremst der Betroffene selbst etwas die Hoffnungen, die in seine Person gesetzt werden: "Man darf bei aller Freude nicht vergessen, das ich nach so einer langen Zeit ganz einfach noch ein ganzes Stück brauche, um wieder der Alte zu werden." Die logische Konsequenz: "Man sollte demnach keine Wunderdinge von mir erwarten und mir auch ein wenig Zeit geben, mich wieder an den Bundesliga-Alltag zu gewöhnen."

Sein Comeback muss der Nationalspieler ausgerechnet in einem Match feiern, das für die restliche Spielzeit von enormer Bedeutung sein kann: "Die Begegnung gegen Cottbus ist für uns wieder ein Schlüsselspiel wie das vor zwei Wochen gegen Mönchengladbach." Gerade wegen der besonderen Brisanz bittet Kehl die Fans um besondere Unterstützung: "Ich weiß, dass für die Anhänger die Situation nicht einfach ist, denn sportlich sind wir tatsächlich weit hinter den Erwartungen zurück geblieben. Ich kann den Unmut der Zuschauer verstehen, aber in der momentanen Phase werden uns Pfiffe und Unruhe von außen nicht weiterhelfen."

Trotz aller Rückschläge für ihn und das Team hat er seinen Humor nicht verloren: "Für alle die, die es vielleicht vergessen haben: Ich bin der Typ auf dem Rasen, der die Nummer fünf auf dem Rücken trägt."

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