Der 1.FC Wülfrath muss einen herben Rückschlag verkraften. Topstürmer Daniel Nigbur kehrt im Sommer zu seinem Ex-Club SSVg Velbert zurück.

WÜLFRATH: Nigbur kehrt in sein "Wohnzimmer" zurück

Planungsverzögerung des 1.FC gibt Ausschlag für Velbert

04. März 2007, 13:09 Uhr

Der 1.FC Wülfrath muss einen herben Rückschlag verkraften. Topstürmer Daniel Nigbur kehrt im Sommer zu seinem Ex-Club SSVg Velbert zurück. "Das ist mein Wohnzimmer, schließlich habe ich dort zehn Jahre lang gespielt", freut sich Nigbur, der einen Ein-Jahres-Vertrag mit Option beim Oberligisten unterzeichnete, auf seine Heimkehr.

Ein bisschen Wehmut verspürt der 28-Jährige bei seinem Wechsel aber auch. "Ich habe mir die Sache nicht einfach gemacht, denn ich habe in Wülfrath ein großes Standing, verstehe mich mit Mannschaft und dem tollen Umfeld. Aber in meinem Alter muss ich die Chance einfach nutzen." Verständlich, besonders vor dem Hintergrund, dass er noch völlig in der Luft hing. Denn während die Konkurrenz bereits die Vertragsgespräche aufgenommen hat, wartet Wülfrath.

"Ich hätte gehofft, dass die Planungen früher anlaufen, damit man weiß, woran man ist", nickt Nigbur und bestätigt damit Coach Jörg Vollack und "Co" Joachim Dünn. Das Duo forderte bereits im Januar Kontraktgespräche, doch der Verein reagierte nicht. Jetzt sind das Coachgespann sowie der Goalgetter weg. "Wenn Jörg geblieben wäre, hätte ich es mir noch einmal überlegt", kann sich Nigbur eine Reaktion auf die Planungsverzögerung nicht verkneifen.

Auch am heutigen Sonntag muss Vollack auf seinen Knipser verzichten. "Ich habe eine fiebrige Grippe, hätte auch letzte Woche nicht spielen dürfen, denn da habe ich sie verschleppt", wird Nigbur gegen Hönnepel-Niedermörmter das Krankenbett hüten. Der 15-fache Torschütze: "Dann müssen andere Jungs wie Alpi Sapihe einspringen." Dass die Motivation beim Team leidet, da Wülfath weder mit dem Auf- noch Abstieg etwas zu tun hat und die Truppe langsam aber sicher auseinanderfällt, glaubt Nigbur nicht: "Es kann zwar nicht mehr viel passieren, aber man spielt Fußball, um Spaß zu haben. Den hat man jedoch nur mit Erfolg."

Und so einen will er auch am 14. März einfahren, denn da geht es im ARAG-Pokal gegen seinen neuen, alten Verein. Nigbur, der in der kommenden Spielzeit mit Velbert das Ziel Regionalliga-Qualifikation verfolgen will, ballt die Faust: "Ich spiele seit 25 Jahren, da werde ich mich nicht in diesem einen Match hängen lasse. Anders herum würde Velbert das ja auch von mir verlangen. Die wollen sich bestimmt für die 0:3-Testspielpleite revanchieren. Es wird ein heißer Tanz, und ich hoffe, dass ich auch in diesem Kick erfolgreich sein werde."

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