Serkan Calik springt, wie soll es anders sein, von einem Bein auf das andere.

RWE: Calik sieht noch elf Final-Duelle

"Drecksspiel"

04. März 2007, 09:11 Uhr

Serkan Calik springt, wie soll es anders sein, von einem Bein auf das andere. "Ein bisschen Schnupfen", umreißt der deutsche U21-Nationalspieler seinen Gesundheitszustand auf Nachhaken, "ich bin auf jeden Fall dabei." Die Frage bewegt, ob Coach Lorenz-Günther Köstner den Flitzer nach der grippalen Auszeit unter der Woche von Anfang an bringt. Ein Denis Epstein könnte die Rolle durchaus spielen, sollte nicht nur auf die rein linke Seite festgelegt sein. Calik sieht es komplett sachlich: "Das muss der Trainer festlegen, ich mache es ihm möglichst schwer, zu einer Entscheidung zu kommen."

Auch vor Braunschweig trainierte der Ex-Mönchengladbacher nicht komplett durch, er stand in der Startelf, Epstein schmorte, als Neuzugang vom 1. FC Köln, zum zweiten Mal hintereinander auf der Bank, warum sollte es jetzt anders sein - nach zwei Dreiern?
"Die Stimmung ist doch ganz gut", legt sich Calik fest, wenn er in die Gesichter schaut, die sich ihm im Kader präsentieren. Der in Dinslaken lebenden Offensivmann: "Durch die letzten beiden Siege wurde kräftig etwas für die Psyche getan." In der Tat, auch wenn sich das auf die Gesamtsituation eher wenig spürbar auswirkte. "Das muss man zugeben", drückt sich Calik nicht vor einer realistischen Analyse. "In der Tabelle haben wir immer noch den gleichen Abstand."

Allerdings geht man nach Erfolgen, mit denen Köster nach eigenem Bekunden so gut wie nichts zu tun haben will, anders mit einer Krisensituation um. Calik: "Natürlich nimmt die Anzahl an Matches ab, das wissen wir alle. Ich betone es immer wieder: Für uns ist jede Begegnung ein Endspiel." So auch das Duell gegen Offenbach heute ab 14 Uhr. Calik: "Das muss klappen, sonst tun wir uns bestimmt keinen Gefallen. Dazu muss kommen, dass endlich einmal die Mitkonkurrenten komplett nicht punkten."

Was im Vorfeld beim direkten Keller-Duell zwischen Unterhaching und Jena (2:0) für die Ostdeutschen galt. Heute darf Paderborn in Koblenz nicht gut aussehen, Burghausen in Rostock auch nicht. Allerdings muss Essen gegen die Kickers alle Register ziehen. Calik: "Das ist so ein richtiges Drecksspiel." Drastisch und richtig, wen kümmert dann ein Schnupfen.

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