Mit drei Toren von Aaron Hunt und neuem Selbstbewusstsein hat Herbstmeister Werder Bremen die Bundesliga-Titeljagd wieder eröffnet. `Dass wir so schnell wieder in Sichtweite sind, damit haben wir nicht gerechnet´, frohlockte Sportdirektor Klaus Allofs nach dem letztlich ungefährdeten 3:0 (1:0)-Sieg gegen den VfL Bochum, der den Vize-Meister wieder bis auf drei Punkte an den gestrauchelten Tabellenführer Schalke 04 heranrücken ließ. Nach vier sieglosen Spielen konnten die Hanseaten eine Trendwende einleiten, mehr ließ sich aus dem Erfolg gegen die extrem harmlosen Gäste, die keinen einzigen Schuss auf das Bremer Gehäuse abgaben, eigentlich nicht herauslesen.

Werder Bremen - VfL Bochum 3:0

Hunt hält Werder im Titelrennen

03. März 2007, 17:23 Uhr

Mit drei Toren von Aaron Hunt und neuem Selbstbewusstsein hat Herbstmeister Werder Bremen die Bundesliga-Titeljagd wieder eröffnet. `Dass wir so schnell wieder in Sichtweite sind, damit haben wir nicht gerechnet´, frohlockte Sportdirektor Klaus Allofs nach dem letztlich ungefährdeten 3:0 (1:0)-Sieg gegen den VfL Bochum, der den Vize-Meister wieder bis auf drei Punkte an den gestrauchelten Tabellenführer Schalke 04 heranrücken ließ. Nach vier sieglosen Spielen konnten die Hanseaten eine Trendwende einleiten, mehr ließ sich aus dem Erfolg gegen die extrem harmlosen Gäste, die keinen einzigen Schuss auf das Bremer Gehäuse abgaben, eigentlich nicht herauslesen.

Nationalspieler Torsten Frings versuchte es trotzdem: `Wir sind wieder in der Spur und haben den Anschluss wieder gefunden.´ Selbst der dreifache Torschütze Hunt konnte da dem Optimusmus seines Kapitän nicht so ganz folgen. `Für mich persönlich habe ich mich natürlich gefreut, doch jetzt müssen wir unsere Leistung erst einmal bestätigen´, sagte der `U21´-Nationalspieler, der mit seinem starken linken Fuß in der 25., 72. und 76. Minute gleich drei Flachschüsse im Bochumer Tor versenkte. Beim Gastspiel der Norddeutschen am kommenden Sonntag bei Rekordmeister Bayern München wird sich erweisen, was die drei Punkte gegen die Westdeutschen wert sind.

Bis dahin wird sich auch Miroslav Klose weiter steigern müssen. Der Bundesliga-Torschützenkönig lief vor 40.156 Zuschauern im Weserstadion auch gegen Bochum der Form und dem Fortune aus der Vorrunde eifrig, aber weitgehend erfolglos, hinterher. Mit einem präzisen Querpass legte Deutschlands `Fußballer des Jahres´ Hunt dessen Führungstreffer auf, ansonsten tauchte der 28-Jährige in seinem 200. Bundesligaspiel weitgehend ab. `Miro hat einen kleinen Schritt nach vorn gemacht, mehr nicht. In seiner aktuellen Situation hätte ich ihm einen Treffer gewünscht´, sagte Allofs, der den Bremer Torjäger aber im gleichen Atemzug auch ein wenig in Schutz nahm: `Auf diesem tiefen Rasen war zügiger Kombinationsfußball schwer zu spielen.´

Dieses Manko bewog auch Trainer Thomas Schaaf dazu, über störende Ungenauigkeiten in den Aktionen seiner Schützlinge großzügiger als gewohnt hinwegzusehen. `Wir haben aktiv gespielt und unsere Trainingsleistungen der vergangenen Tage umgesetzt. Es hat der Mannschaft gut getan, unter der Woche kein Spiel bestreiten zu müssen´, sagte der Werder-Coach, der auch einen neuen Biss erkannt haben wollte: `Die Mannschaft hat wieder erkannt, was sie noch erreichen will.´

Die Bremer Ziele sind der Meistertitel und der Sieg im UEFA-Pokal, für die Bochumer, die auch im 30. Anlauf an der Weser sieglos blieben, geht es einzig und allein um den Klassenerhalt und da ist die Luft dünner denn je. `Wir sind wieder unter den Strich gerutscht´, beklagte VfL-Trainer Marcel Koller, der die größten Defizite in der Offensive ausmachte: `Da hatten wir einfach zu wenig Qualität.´

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