Rudi Bommer ist ein Mann der klaren Worte, der ehemalige Nationalspieler hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg, wenn ihm etwas missfällt. Und beim Hit gegen den FC Hansa gab es einiges, was dem Duisburger Trainer die Zornesröte ins Gesicht trieb.

MSV: Trainer wütend: Der Nerv-Katalog des Rudi B.

"Nach vorne gehen und sagen: Haben Mist gebaut"

02. März 2007, 10:18 Uhr

Rudi Bommer ist ein Mann der klaren Worte, der ehemalige Nationalspieler hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg, wenn ihm etwas missfällt. Und beim Hit gegen den FC Hansa gab es einiges, was dem Duisburger Trainer die Zornesröte ins Gesicht trieb.

"Ich habe mir das zweite Tor von Mo Idrissou extra noch Mal vom DSF einspielen lassen, bevor ich dazu befragt wurde. Es war klar zu erkennen, dass der Treffer regulär gewesen ist", zürnte der Coach und rief im Kopf auch gleich die Statistik ab: "Das war inklusive Pokal inzwischen bestimmt das fünfte Ding, was wir aberkannt bekommen haben, das ist schon eine Menge Holz."

Ein Mal in Rage, nahm der frühere Düsseldorfer die "Männer in schwarz" vehement in die Pflicht: "Wir Trainer stehen immer an der Front, müssen den Kopf hinhalten und werden bei Misserfolg beurlaubt. Da sollten sich die Schiedsrichter auch Mal Gedanken machen, nach vorne gehen und sagen: Wir haben Mist gebaut. Man kann sich in so einem Fall einfach Mal entschuldigen."

Wolfgang Stark, angesprochener Unparteiischer, dazu: "Mein Assistent hat in der besagten Szene die Fahne gehoben, ich habe gepfiffen. Wir werden das Spiel aber analysieren und sind selbstkritisch genug, eventuelle Fehler einzugestehen."
Was Bommer außerdem auf die Palme brachte, war die Einlage von Stefan Beinlich. "Wenn sich ein Spieler so theatralisch fallen lässt, da müssen wir uns künftig überhaupt nicht mehr über Schwalben unterhalten. Da brauche ich demnächst auch nicht mehr zur Trainer-Tagung und kann gleich zuhause bleiben."

Der MSV-Coach nahm seinen Schützling Klemen Lavric zwar nicht vom Sünderbänkchen ("Sicher durfte er bei der Situation nicht vorwärts gehen"), gab aber zu bedenken: "Fußball lebt von Emotionen. Man sollte lieber bei der Gewalt draußen anfangen, wo Fans schon beim Training alles abfackeln."

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