Fußball kann grausam sein! Genau das musste Ersatztorwart Sven Beuckert am eigenen Leibe erfahren. Das Bittere: Wieder einmal gegen Hansa Rostock. Ein regelrechter Fluch scheint auf ihm und den Ostseestädtern zu liegen. „Hansa Rostock und Sven Beuckert, das passt nicht.“

MSV: „Beucke“ und der Hansa-Fluch

Gloger: „An ihm lag es nicht“

01. März 2007, 21:23 Uhr

Fußball kann grausam sein! Genau das musste Ersatztorwart Sven Beuckert am eigenen Leibe erfahren. Das Bittere: Wieder einmal gegen Hansa Rostock. Ein regelrechter Fluch scheint auf ihm und den Ostseestädtern zu liegen. „Hansa Rostock und Sven Beuckert, das passt nicht.“

Treffender hätte der lange Berliner im MSV-Tor die Situation nach der 1:2-Niederlage der „Zebras“ und einem mit Spannung und Dramatik beladenen Spiel nicht analysieren können. Immer diese Rostocker. Erst das schmeichelhafte 1:0 im Ostseestadion beim Hinspiel, als „Beucke“ mit seinem Missgeschick und dem anschließenden Foul den entscheidenden Elfmeter verursacht, dann das 1:2 beim zweiten Saisonduell gegen den diesmal schuldlosen Keeper in der MSV-Arena.

„Dass wir am Ende wieder gegen diese Hanseaten verlieren, ist schon bitter, aber es darf uns nicht niederschlagen. Ganz im Gegenteil. Wir müssen wieder aufstehen“, ballt der 1,96-Mann die Faust, „immerhin stehen wir immer noch auf einem Aufstiegsplatz. Sicherlich ist der Abstand nach unten geringer geworden und Hansa ist an uns vorbeigezogen, dennoch ist weiterhin alles drin.“ Möglichkeiten zum Sieg waren ja da. „Wenn Mos Tor gezählt hätte, dann liegen wir mit 2:0 in Front. Dann hätte ich gerne mal gesehen, wie die Rostocker reagiert hätten und ob die überhaupt noch ins Spiel gekommen wären“, analysiert der 33-Jährige.

Er selbst hatte die Duisburger immer wider mit glänzenden Paraden im Spiel gehalten. „An ihm hat es sicherlich nicht gelegen. Beucke hat Ruhe und Gelassenheit ausgestrahlt. Das ganze Team konnte sich in jeder Sekunde auf ihn verlassen. Er hat eine sichere Partie geboten“, stärkt MSV-Torwarttrainer Manfred Gloger ihm dem Rücken und verteilt Sonderlob: „Ganz stark, wie er die Riesen-Chance von Enrico Kern entschärfte. Ein solches Ergebnis hatte er nach dieser guten Leistung nicht verdient.“

Auch das kann den „Langen“ nicht trösten. „Trotzdem. Es bleibt ein fader Beigeschmack. Zweimal stehe ich gegen Hansa im Tor und zweimal verlieren wir“, gibt der ehemalige Auer zu Protokoll. Mit dem wiedererstarkten SC Freiburg wartet am kommenden Sonntag die nächste harte Aufstiegsetappe. „Beucke“: „Ein schweres Match. Wir haben aber genug Klasse, um auch dort zu gewinnen. In der zweiten Liga kann sicherlich jeder jeden schlagen, dennoch fahren wir dorthin, um gegen die Finke-Truppe zu siegen und weiterhin unter den ersten drei Teams zu bleiben.“

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