Selbst für

HAMBORN: Küsters und Schramm boten Rücktritt an

0:7 – "Frechheit"

01. März 2007, 09:52 Uhr

Selbst für "Schmusekätzchen" wäre ein Vergleich mit 07 derzeit eine Katastrophe. Denn was sich die sogenannten Hamborner "Löwen" beim SC Kapellen-Erft leisteten, gleicht einer Arbeitsverweigerung. 0:7 – ein Ergebnis, das man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. "Das ist eine Frechheit. Die ganze Einstellung passte überhaupt nicht", hat Trainer Stephan Küsters die Faxen dicke.

"Wir haben jegliche Ordnung und Disziplin verloren. Dann ist klar, dass man gegen so einen guten Gegner untergeht."
Die Abfuhr löste in Duisburg auch ein Erdbeben aus. Denn Küsters sowie sein "Co" Thorsten Schramm stellten sofort ihre Ämter zur Verfügung. "Es war richtig Alarm", bestätigt Küsters und erklärt: "Wir haben das Gefühl, bei der Mannschaftsbesprechung in einen leeren Raum hinein zu reden. Das mache ich nicht mit. Wenn die Akteure nicht verstehen, worum es geht, bin ich weg. Ich will hier Spaß haben, und den habe ich nicht, so nicht mehr."

Den angedrohten Rücktritt berichteten die Spieler sofort "Boss" Hans Herr, der sich daraufhin einschaltete und Küsters beruhigen konnte. "Er hat unsere Aufgabe sofort abgelehnt", ist Küsters für die erhaltene Rückendeckung dankbar. "Die Mannschaft hat sich auch eindeutig zu uns gestellt, so dass es jetzt erst einmal weiter geht." Herr, der sich selten vor das Team stellt, machte jedem Einzelnen klar, dass "eher die Truppe als die Trainer ausgetauscht würden".

Küsters, der noch bis zum morgigen Freitag zusammen mit seinem Freund und Vorgänger Ingmar Putz aus beruflichen Gründen auf Fuerteventura weilt, will sich derweil noch nicht festlegen, ob die Blamage personelle Konsequenzen nach sich ziehen wird. "Wir werden es uns noch in aller Ruhe überlegen, so geht es jedenfalls nicht weiter." Der Schmusekurs ist damit endgültig vorbei. Bleibt für die Sportfreunde nur zu hoffen, dass es auch die Aktiven verstehen und endlich mal wieder Zähne zeigen.

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