Trotz guter Platzierungen und starker Leistungen war der SG Bayer Wuppertal/Uerdingen/Dormagen nach dem NRW-Finale bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend im Schwimmen nicht nach Jubeln zu mute. Zu sehr ärgerten die teilweise unverständlichen Entscheidungen der Kampfrichter und damit verbundenen Disqualifikationen.

SCHWIMMEN: Schiri-Schelte nach NRW-Finale

SG Bayer ausgezeichnet

28. Februar 2007, 19:39 Uhr

Trotz guter Platzierungen und starker Leistungen war der SG Bayer Wuppertal/Uerdingen/Dormagen nach dem NRW-Finale bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend im Schwimmen nicht nach Jubeln zu mute. Zu sehr ärgerten die teilweise unverständlichen Entscheidungen der Kampfrichter und damit verbundenen Disqualifikationen.

„Mit den seltsamen Urteilen hatten natürlich alle Vereine zu kämpfen. Aber das macht die Sache nicht besser“, äußert SG Bayer-Trainerin Nicole Endruschat ihren Unmut. Gleich beide D-Jugend-Teams hatte es erwischt. „Man muss dazu wissen, dass jede Mannschaft, die bei einer Staffel disqualifiziert wurde, dieses Rennen nachschwimmen darf“, erklärt die 31-Jährige. Bei den Mädchen ahndete ein Kampfrichter zunächst während der 4 x 100 Meter-Rückenstaffel einen „nicht kontinuierlich durchgeführten Wendenanschlag“. Folglich musste das Team „nachsitzen“.

Doch dabei ging nach Meinung des Kampfrichters ein Start schief. „Unser Mädchen stand beim Start mit den Füßen in der Ablaufrinne. Das darf sie natürlich nicht, aber der Kampfrichter hätte genug Zeit gehabt, sie bis zu ihrem Start darauf hinzuweisen“, bemängelt Endruschat vor allem fehlendes Fingerspitzengefühl. Die zweite Disqualifikation bedeutete gleichzeitig das Aus im Wettbewerb und somit keine Chance mehr auf Medaillen oder die Qualifikation zum Bundesfinale. „Das gab bei den zehnjährigen Mädchen und Jungs natürlich reichlich Tränen“, hatten die SG-Trainer alle Hände voll zu tun, ihre enttäuschten Schützlinge zu trösten.

Dass es in Essen für die SG Bayer jedoch nicht nur Tränen und Enttäuschungen gab, lag an den durchweg guten Leistungen der anderen Staffeln. Zum Beispiel durften die jüngsten, die E-Jugend, über eine Bronzemedaille jubeln. Die weibliche C-Jugend schaffte genauso wie die männliche B-Jugend den Sprung auf den zweiten Platz. Rang drei belegten die jungen Männer der Jugend A. Knapp am Podest schrammten die Mädchen der Jugend A als vierte vorbei. Ihrer Favoritenstellung gerecht wurde die weibliche B-Jugend, die souverän zum NRW-Titel schwamm. „Alles in allem bin ich mit den gezeigten Leistungen zufrieden. Alle Staffeln konnten sich im Vergleich zum Verbandsentscheid noch einmal verbessern. Nichtsdestotrotz ist bei den meisten Teams noch Luft nach oben“, bilanzierte Endruschat.

Doch inwieweit die SG Bayer-Mannschaften dies beim Bundesfinale in drei Wochen auch zeigen dürfen, muss abgewartet werden, denn am kommenden Wochenende tragen einige Landesverbände noch ihre Endkämpfe aus. „Beide B-Jugend-Teams und die C-Jugend-Staffel sollten in Bremen sicher dabei sein. Für unsere Ältesten heißt es allerdings zittern“, hofft Endruschat, dass am Ende fünf Staffeln in drei Wochen um die Deutsche Meisterschaft schwimmen dürfen. Gewissheit herrscht bereits darüber, dass die SG Bayer Wuppertal/Uerdingen/Dormagen zum zweiten Mal in Folge vom Schwimmverband NRW für die beste sportliche Jugendarbeit ausgezeichnet wird.

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