Unklarheiten um Übernahme vom AS Rom

ar
26. Februar 2004, 18:20 Uhr

Keinerlei Gewissheit gibt es momentan über eine anstehende Übernahme des italienischen Erstligisten AS Rom von der russischen Öl-Firma Nafta Moskwa. Rom drückt momentan ein Schuldenberg in Höhe von 250 Millionen Euro.

Keinerlei Gewissheit gibt es momentan über eine Mögliche Übernahme des italienischen Erstligisten AS Rom von der russischen Öl-Firma Nafta Moskwa. Die Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport hatte am Morgen noch von einer bevorstehenden Übernahme durch den Öl-Riesen berichtet, am Nachmittag wurde diese Aussage jedoch schon widerrufen.

"Keinerlei Übernahmeangebot"

"Wir haben keinerlei Übernahmeangebot von Seiten der Erdölgesellschaft Nafta Moskwa erhalten", hieß es in einer Pressemitteilung der Gesellschaft Roma 2000, die Mehrheitsaktionär des Klubs ist. Die Gesellschaft betonte, dass Vertreter des Klubschefs Franco Sensi lediglich ein einziges Mal Manager von Nafta Moskwa getroffen hatten. "Die einzige Initiative, die Roma 2000 ergriffen hat, ist seine Rechtsanwälte mit der Überprüfung der finanziellen Lage von Nafta Moskwa zu beauftragen, nachdem die Presse über ihr Interesse an einer Übernahme des Klubs berichtet hatte." Der Handel mit der Aktie des Vereins war am Donnerstag vorläufig ausgesetzt worden.

Nafta Moskwa sollte angeblich die geforderten 400 Millionen Euro für den hoch verschuldeten Traditionsverein bezahlen. "Es fehlen nur noch einige kleinere Details, doch das Abkommen ist bereits unter Dach und Fach", wurde eine Quelle um Klubchef Sensi von Gazzetta dello Sport zitiert.

Rom steckt in finanzieller Not

Sollte der Deal doch zustande kommen, würde erstmals in der Geschichte des italienischen Fußballs ein Serie-A-Klub in ausländische Hände fallen. Zuletzt hatte auch die niederländische Bank ABN Amro ihr Interesse bestätigt. Mit einem Jahresumsatz von 1,8 Milliarden Dollar zählt Nafta Moskwa zu den größten Unternehmen in Russland. An der Gesellschaft ist auch Chelsea-Boss Roman Abramowitsch beteiligt. Den AS Rom drücken derzeit Schulden in Höhe von 250 Millionen Euro.

Autor: ar

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