Die Tabelle hängt seit Sonntag-Nachmittag in der Heimkabine des Mahlberg-Stadions. Mit dem furiosen 4:1 über Schalkes Zweitvertretung hat die Hammer Spielvereinigung den Platz an der Sonne erobert.

HAMMER SV - Obait getestet, Kara Wunsch-Kandidat

hb
31. August 2006, 12:47 Uhr

Die Tabelle hängt seit Sonntag-Nachmittag in der Heimkabine des Mahlberg-Stadions. Mit dem furiosen 4:1 über Schalkes Zweitvertretung hat die Hammer Spielvereinigung den Platz an der Sonne erobert.

Die Tabelle hängt seit Sonntag-Nachmittag in der Heimkabine des Mahlberg-Stadions. Mit dem furiosen 4:1 über Schalkes Zweitvertretung hat die Hammer Spielvereinigung den Platz an der Sonne erobert. "Es gibt keinen Grund, in Euphorie auszubrechen, denn wir wissen, wie die sieben Punkte zustande gekommen sind", bleibt nicht nur Joachim Krug, der sportliche Berater beim Aufsteiger, nüchtern-realistisch. "Beim 0:0 gegen Münster konnten wir mit der Leistung nicht wirklich zufrieden sein und auch in Rheine haben wir nicht toll gespielt, aber immerhin gewonnen", blickt der Ex-Ahlener kurz zurück. "Schalke war eine verrückte Partie. Da geht einem das Herz auf, wenn man so Jungs wie Alex Baumjohann oder Markus Heppke am Ball sieht. Fußball ist aber ein Ergebnis-Sport, das haben diese Talente noch nicht richtig verinnerlicht, sie wollen immer noch einen Trick mehr bieten", verrät Krug, dass es am Sonntag kurioserweise auch anders herum hätte enden können, aber auch mit einem noch höheren HSV-Triumph. "Schalke war in der ersten Halbzeit klar besser und hat dann nach dem 3:1 für uns die Ordnung verloren."

Obwohl man in der Lippestadt den positiven Lauf so lange wie möglich auskosten möchte, hält Krug den Ball der Erwartungen schön flach: "Es soll jetzt keiner sagen, wir wären am Sonntag in Wattenscheid Favorit. Was mich beruhigt, ist die Tatsache, dass wir schon fünf Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsplatz haben."

Um aufgrund der nach wie vor dünnen Personaldecke keinen baldigen Einbruch zu erleiden, wollen sich die Hammer lieber heute als morgen verstärken, schließlich läuft die Transferperiode an diesem Donnerstag ab. Bei der Suche nach einem Torhüter, der den am Kreuzband operierten Robert Hietkamp ersetzen könnte, ist man ausgerechnet auf Schalke fündig geworden. Dort hatte sich zuletzt Mohamed Obait fit gehalten, bei den Königsblauen nach deren Verpflichtung von Toni Tapalovic aber keine neue Heimat gefunden. Der 22-jährige Deutsch-Libanese hütete bis zum Sommer den Kasten des Bonner SC. "Mo wird bei uns ein Probetraining absolvieren. Wenn er einen guten Eindruck macht und auch nach dem 31. August noch zu kriegen ist, dann wäre er eine Option", meint Krug, der auch kurz über Sebastian Selke nachdachte, doch den 32-jährigen Ex-Bochumer und -Uerdinger (zuletzt SW Essen) "können wir uns nicht leisten".

Fürs Feld hat Krug derzeit Mehmet Kara im Auge. Der 22-jährige Offensive hat noch einen bis 2009 gültigen Vertrag beim türkischen Erstligisten Gaziantepspor, ist dort aber bereits seit eineinhalb Jahren nicht mehr gewesen und trainiert derzeit im Camp der VdV, der Spielergewerkschaft der Vertrags-Fußballer, in Duisburg. "Mehmet wohnt in Kamen bei mir um die Ecke, von der Entfernung zum Platz würde das passen. Allerdings will Gaziantepspor Ablöse für ihn, die werden wir natürlich nicht bezahlen", hat Krug nach einem unerfreulichen ersten Gespräch mit Gaziantepspors Präsidenten Ali Dogan inzwischen den früheren BVB-Profi Erdal Keser als Vermittler eingeschaltet. "Vielleicht kann er was machen."

Autor: hb

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