Bundesliga-Tabellenführer Schalke 04 hat im Titelrennen einen herben Rückschlag erhalten. Die Königsblauen kassierten gegen Bayer Leverkusen eine 0:1 (0:0)-Heimniederlage und  liegen damit nur noch vier Zähler vor dem ärgsten Verfolger VfB Stuttgart. Für Schalke war es die erste Niederlage seit 13 Spielen und dem 29. Oktober 2006.

0:1 gegen Leverkusen! Herber Rückschlag für Schalke im Titelrennen

Rot für Lincoln nach Abpfiff

25. Februar 2007, 20:29 Uhr

Bundesliga-Tabellenführer Schalke 04 hat im Titelrennen einen herben Rückschlag erhalten. Die Königsblauen kassierten gegen Bayer Leverkusen eine 0:1 (0:0)-Heimniederlage und liegen damit nur noch vier Zähler vor dem ärgsten Verfolger VfB Stuttgart. Für Schalke war es die erste Niederlage seit 13 Spielen und dem 29. Oktober 2006.

Der Leverkusener Stürmer Stefan Kießling erzielte in der 85. Minute das Tor des Tages und sorgte damit für die erste Heimniederlage der Schalker in dieser Saison. Zuvor hatten die Gastgeber allerdings zahlreiche Großchancen ausgelassen.

Schalke ohne Rezept

Ohne sechs Leistungsträger fanden die Gelsenkirchener vor 61.482 Zuschauern in der Veltins-Arena gegen die extrem defensiv eingestellten Leverkusener kein Rezept. Die Werkself erwies sich drei Tage nach dem Einzug ins UEFA-Cup-Achtelfinale erneut als unliebsamer Gegner für die Schalker, denen nun in den letzten neun Heimspielen gegen Bayer nur ein Sieg gelang.

Schon vor der Pause war vor allem Geduld gefragt. Bayer-Trainer Michael Skibbe, einst Profi auf Schalke, hatte keine einzige echte Spitze aufgeboten. Statt Stefan Kießling rückte Sergej Barbarez auf die offensivste Position. Bei Schalker Ballbesitz zogen sich die Gäste mit neun Feldspielern zurück und ließen dem Tabellenführer kaum Platz für Kombinationen.

Den Königsblauen fiel gegen die kompakte Defensive wenig ein, vor allem auf den Außenpositionen wurde nicht schnell und zielstrebig genug gespielt. Trainer Slomka hatte die Altintop-Zwillinge Hamit und Halil als Außenstürmer aufgeboten, um sein erfolgreiches 4-3-3-System trotz der zahlreichen Ausfälle beibehalten zu können.

Torchancen vor der Pause Mangelware
In einer zähen ersten Hälfte waren Torchancen denn auch Mangelware. Rene Adler im Bayer-Tor, der den gesperrten Jörg Butt ersetzte und sein Bundesliga-Debüt gab, musste nur bei einem Alleingang von Halil Altintop eingreifen (6.). Der 18-m-Schuss von Kevin Kuranyi verfehlte knapp sein Ziel (41.). Leverkusen kombinierte vor allem über Nationalspieler Bernd Schneider und Barbarez gefällig, gefährlich wurde es für Manuel Neuer im Schalker Tor aber nur selten.

Nach dem Seitenwechsel ging die Slomka-Elf deutlich engagierter und aggressiver zu Werke. Zwangsläufig ergaben sich Torchancen: Halil Altintop lupfte den Ball über den zögernden Adler, doch Karim Haggui rettete vor der Linie (48.). Drei Minuten später scheiterte Kuranyi am Bundesliga-Debütanten im Bayer-Tor. Spielmacher Lincoln setzte den Ball knapp über die Querlatte (61.). Danach rettete Adler gegen Lincoln (70.), den eingewechselten Tim Hoogland (75.) und Zlatan Bajramovic (82.).

Rot für Lincoln nach Abpfiff

Nach Abpfiff der Partie brannten bei Schalkes Mittelfeldspieler Lincoln die Sicherungen durch. Der Brasilianer schlug dem Leverkusener Nationalspieler Bernd Schneider ins Gesicht und sah die Rote Karte.

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