158 (25 Tore) Erstliga- und 34 (6 Tore) Zweitligaspiele, dazu 90 (48 Tore) Einsätze in der Regionalliga Nord.

HIESFELD: Neu-Trainer Markus Feldhoff im Interview

10. Dezember 2006, 12:04 Uhr

158 (25 Tore) Erstliga- und 34 (6 Tore) Zweitligaspiele, dazu 90 (48 Tore) Einsätze in der Regionalliga Nord.

158 (25 Tore) Erstliga- und 34 (6 Tore) Zweitligaspiele, dazu 90 (48 Tore) Einsätze in der Regionalliga Nord. Das sind die Karrieredaten von Markus Feldhoff, dem neuen Trainer beim Landesligisten TV Jahn Hiesfeld. Der 32-jährige Stürmer begann seine Karriere beim Oberhausener Verein Sportfreunde Königshardt, ehe er 1995 zum KFC Uerdingen wechselte. Bayer 04 Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, VfL Wolfsburg, Energie Cottbus und der VfL Osnabrück waren seine weiteren Stationen. Obwohl Feldhoff, der sich derzeit von einem Kreuzbandriss erholt, noch einen Vertrag beim Regionallisten Osnabrück besitzt, kümmert er sich seit knapp einer Woche um die sportlichen Geschicke des Landesligisten TV Jahn Hiesfeld.
RevierSport sprach mit ihm seine Ziele, seine Philosophie, seine Pläne und seine Premiere an der Seitenlinie.

Hallo Markus Herr Feldhoff, Sie erholen sich gerade von einem Kreuzbandriss, wie verläuft der Heilungsprozess?

Ausgezeichnet! Wenn ich mir überlege dass die Operation erst fünf Wochen her ist, bin ich mit dem Genesungsprozess sehr zufrieden. Mein linkes Knie befindet sich bei „Medicos“ in sehr guten Händen. Wichtig für mich ist auch, dass ich zwischen den Standorten in Gelsenkirchen und Osnabrück wählen kann.

Am Mittwoch kam Ihre Mannschaft bei Olympia Bocholt zu einem 1:1-Unentschieden. Ihr aller erstes Spiel als Trainer einer Senioren-Mannschaft. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Das war ein gelungener Einstand. Die Mannschaft war sehr bemüht und hat gut gekämpft. Das Gegentor war ein bisschen unnötig, aber im Endeffekt war die Punkteteilung gerecht. Für uns war es sehr wichtig, gegen einen direkten Mitkonkurrenten nicht zu verlieren und so vor Bocholt zu bleiben.

Wie kam der Kontakt zu Jahn Hiesfeld zu Stande?

Ich wohne nur ein paar hundert Meter von der Platzanlage entfernt und meine beiden Kinder spielen dort. Durch meine Tätigkeit als E- und F-Jugendtrainer habe ich die Verantwortlichen kennen gelernt. Da ich momentan nicht für Osnabrück spielen kann, habe ich zugesagt, dem Verein ehrenamtlich zu helfen.

Der VfL Osnabrück kämpft in der Regionalliga Nord um den Aufstieg. Ihr Ziel ist es, noch einmal in der zweiten Liga zu spielen. Wie wollen Sie die Engagements bei Osnabrück und Hiesfeld unter einen Hut bringen?

Eine endgültige Entscheidung darüber fällt erst am Ende der Saison. Wenn ich bis dahin wieder fit bin und in der Vorbereitung auf die – hoffentlich dann - zweite Bundesliga – gut mitkomme, wäre das natürlich noch einmal ein schöner Abschluss meiner Karriere. Außerdem gehört ein Verein wie der VfL Osnabrück einfach in die zweite Liga. Trotzdem bin ich mir sicher, dass die Tätigkeit in Hiesfeld darunter nicht leiden wird. Ich werde das Training leiten können und auch zu den Spielen bin ich da. Ich merke jetzt schon, dass es stressig sein wird, aber ich mache das gerne.

Der TV steckt im Abstiegskampf. Wie wollen Sie den Sturz in die Bezirksklasse verhindern?

Mein oberstes Ziel ist es, die Mannschaft kontinuierlich weiter zu entwickeln und jeden einzelnen Spieler zu verbessern. Die Punkte kommen dann schon von ganz allein. Meine Tätigkeit wird aber nicht nur auf die erste Mannschaft beschränkt bleiben, sondern ich möchte den ganzen Verein nach vorne bringen. Deshalb werde ich ein Auge auch auf dem Nachwuchs haben.

Wird es in der Winterpause Verstärkungen geben?

Der Verein hat darüber nachgedacht, zwei oder drei neue Spieler zu holen. Der aktuelle Kader hat genügend Substanz, den Verleib in der Landesliga zu schaffen, aber vielleicht sind neue Spieler – sofern sie uns weiter bringen – sinnvoll.

Ihre neue Mannschaft hat erst 13 Treffer auf dem Konto. Das soll und wird sich unter einem gelernten Stürmer wie Ihnen sicherlich ändern, oder!?

Wir haben am Mittwoch gegen Olympia bereits gute Ansätze gezeigt. Ich bin kein Fan davon, sich hinten rein zu stellen. Meine Philosophie ist es, offensiv und mutig nach vorne zu spielen. Natürlich braucht man für so eine Taktik auch das passende Spielermaterial. Ich muss meine Jungs erst einmal richtig kennen lernen. Viel Zeit dafür war ja bisher noch nicht.

Können Sie sich vorstellen, nach dem Ablauf Ihres Vertrages beim VfL Osnabrück im Jahr 2008, selbst noch einmal die Schuhe für den TV Jahn zu schnüren?

Das Engagement in Hiesfeld ist nicht kurz, sondern langfristig angelegt. Nach meiner aktiven Karriere werde ich auch selbst auf dem Platz aktiv sein. Wie lange, muss man sehen. Ich werde schließlich nicht jünger. Nebenher möchte ich möglichst alle Trainerscheine machen.

Sie haben während Ihrer Karriere einige Trainer kennen gelernt. Unter anderem Christoph Daum und Claus-Dieter „Pele“ Wollitz, unter dem Sie heute trainieren. Von welchem Übungsleiter konnten Sie sich am meisten abschauen?

Ich habe des Weiteren in Cottbus unter „Ede“ Geyer und in Wolfsburg unter Wolfgang Wolf gespielt. Alle waren sehr unterschiedliche Trainer-Typen. Bei Christoph Daum hat man gemerkt, dass hinter jeder Aktion ein durchdachtes Konzept stand. Jede Übung war auf das folgende Spiel ausgerichtet und alles hatte Hand und Fuß. Der ein oder andere ist die Sache dann wesentlich lockerer angegangen und hat mehr Wert auf Spielfreude gelegt. Ich versuche, einen Mittelweg einzuschlagen. Bei Hiesfeld werde ich noch viel lernen müssen. Schließlich ist es meine erste Station im Senioren-Bereich.

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