Es ist unglaublich! Was haben die Arminen nur verbrochen, dass ihnen der Fußballgott so übel mitgespielt hat.

TURA - KLOSTERHARDT 2:1 (0:1) / Glücklicher Last-Minute-Sieg

10. Dezember 2006, 09:17 Uhr

Es ist unglaublich! Was haben die Arminen nur verbrochen, dass ihnen der Fußballgott so übel mitgespielt hat.

Es ist unglaublich! Was haben die Arminen nur verbrochen, dass ihnen der Fußballgott so übel mitgespielt hat. Abpfiff: 2:1 für die Hausherren. Der Gäste-Trainer und die Akteure sind sprachlos. Ein Spiel auf ein Tor über 85 Minuten. Doch die Klosterhardter schaffen es trotz unzähliger Tormöglichkeiten und Überzahl nicht – weil Dejan Lazovic wegen Beleidigung die Rote Karte sah (30.) –, die 0:1-Führung auszubauen und einem klaren Sieg mit nach Hause zu nehmen.

„Selbst ein 2:0-Sieg wäre ein Witz gewesen. Wenn wir das Ding mit 4:0 gewinnen, dann wäre nur jede dritte Chance drin gewesen. Selbst C-Jugendliche hätten häufiger getroffen“, gibt Achim Meyer bitter enttäuscht zu Protokoll und legt nach: „Eine absolut unnötige Niederlage trotz Klassenunterschied. Wir waren zwei Klassen besser und haben nur versäumt, frühzeitig den Sack zuzumachen. Wir haben TuRa regelrecht vorgeführt und nur zwei Torschüsse zugelassen.“ Ralf Kessen, der TuRa-Linienchef musste dem Sturmlauf tatenlos zusehen. „Jede Aktion der Oberhausener hat uns in Nöte gebracht. Drei, vier Leute haben unterirdisch gespielt. Zur Pause hätte ich gleich sieben Spieler rausnehmen müssen“, bilanziert er und fügt freudestrahlend an: „Der Weihnachtsmann war ein TuRaner. Besser konnten wir nicht beschenkt werden.“

Und meint die letzten drei Minuten vor dem Ende der Partie, in denen seine Mannen die ausgelassenen Möglichkeiten der Arminen bitterböse bestrafen. Nach einem Freistoß wird der Ball immer länger und landet auf dem Kopf von Frank Cho, der ungehindert zum 1:1-Ausgleich einköpfen kann (87.). Kessen: „Da war ich eigentlich schon mit dem Punkt zufrieden.“ Doch dann folgt der K.O-Schlag für die Gäste. Meyer: „Ein Sonntagsschuss besiegelt unser Schicksal. Trotzdem mache ich den Jungs keinen Vorwurf. Wir haben die Top-Teams der Liga allesamt vorgeführt, fahren aber wieder mit leeren Händen nach Hause.“ Dafür sorgte Daniel Dentgen, der mit „Tor des Monats“, einer Volleyabnahmen nach einer Ecke aus 25 Metern, fast mit dem Schlusspfiff mitten ins Klosterhardter Herz sticht (90.). Schlusssatz von Ralf Kessen: „Arminia hat sich als beste Auswärtstruppe absolut spielstark präsentiert. Ich habe mich am Ende sogar für den Sieg bei Achim Meyer entschuldigt. Aber so ist Fußball, da braucht es nicht immer Schönspielerei, um zu siegen. Das hat man in diesem Match wieder gesehen.“

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