Die TuRa aus Duisburg hatte vorgelegt – zumindest zeitlich.

GSV MOERS - DSV 1900 1:3 (0:0) / Burek schießt Ex-Klub ab

03. Dezember 2006, 11:50 Uhr

Die TuRa aus Duisburg hatte vorgelegt – zumindest zeitlich.

Die TuRa aus Duisburg hatte vorgelegt – zumindest zeitlich. Zum Anpfiff der Partie in Moers machte das 0:0 der 88er bereits die Runde in der Grafschafter Kampfbahn. „Ich wusste davon, habe aber meinen Jungs nichts davon erzählt“, erklärt Siggi Sonntag, der Moerser Trainer. Doch seine Elf vermochte die Steilvorlage des Tabellenführers nicht aufzunehmen und seinerseits einen Dreier nachzulegen. Die Hausherren verloren am Ende klar mit 1:3 (0:0), weil den 1900ern zehn starke Minuten nach der Gelb-Roten Karte von Andreas Isailovic reichten.

In Halbzeit eins passierte fast gar nichts. Lediglich Miroslav Petric setzte in der 36. Minute ein Ausrufezeichen, als er den Pfosten traf, nachdem DSV-Keeper Sven Adamietz wunderbar pariert hatte. Zur Halbzeit stand die Null – und zwar auf beiden Seiten. Die Zuschauer fröstelten und haderten mit der Leistung des Favoriten GSV. Nach der Pause das Bild ähnlich. Allerdings fanden die Gäste aus Duisburg immer besser ins Spiel. Dann die 75.Minute: GSV-Abwehrchef Andreas Isailovic foult Miro Ostojic gelbwürdig. Die Folge: Gelb-Rot, nachdem der Routinier bereit in Halbzeit eins verwarnt worden war.

Die Zuschauer sollten nun auf ihre Kosten kommen. Innerhalb von fünf Minuten konnte der DSV die Partie für sich entscheiden. Der Lenker und Denker in der Dreierkette war raus, die Duisburger Stürmer nutzten dies eiskalt aus. Zuerst Michael Burek, der einen Abpraller nach einem Freistoss in den rechten Winkel hämmerte (77.). Daran hatte er so viel gefallen gefunden, dass er zwei Zeigerumdrehungen später die Steilvorlage von Miro Ostojic nur noch unter GSV-Keeper Sven Schützek hindurch zu schieben brauchte: das 0:2 (79.). Brisant: Michael Burek war erst in der Vorsaison von Moers nach Duisburg gewechselt. Der erst kurz vorher eingewechselte Kienowski machte dann mit 0:3 alles klar (82.). „Wir haben zur rechten zeit die Tore erzielt und drei gute Konter perfekt abgeschlossen“, freut sich Jörg Kessen. Die Partie war innerhalb von Minuten auf den Kopf gestellt und der GSV auf die Verliererstraße gebracht worden.

„So etwas habe ich noch nicht erlebt, drei Treffer in so kurzer Zeit. Aber die Gelb-Rote Karte war entscheidend. In Unterzahl waren wir einfach zu unkonzentriert, die Aufteilung und Deckung in der Abwehr stimmte nicht mehr“, analysiert Sonntag die Geschehnisse und fügt an: „Eigentlich wollten wir die Hinrunde positiv abschließen, mit einem Sieg wären wir Herbstmeister geworden. Dieses Match war eine reine Kopfsache. Es hat uns erwischt, das passiert nun mal. Jetzt gilt es, die Zügel nicht schleifen zu lassen und gegen Galatasaray Mülheim nächste Woche zu siegen.“

Miro Petric erzielte noch den Anschlusstreffer ´(86.)– allerdings zu spät. Für den DSV war der Sieg mehr als nur die Punkte. „Endlich machen wir auch mal den , Big-Point’. Aber dennoch haben wir zwei Gesichter: einmal verlieren wir beim Tabellenletzten und dann gewinnen wir gegen den GSV Moers“, bilanziert Kessen und hat damit Grund zu doppelter Freude: „Dieser Erfolg ist auch ein vorweihnachtliches Geschenk für meinen Bruder Ralf und die TuRa.“

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