Wie sich die Situationen gleichen.

OSTERFELD-MOERS: Top-Spiel I im Waldstadion

19. November 2006, 09:06 Uhr

Wie sich die Situationen gleichen.

Wie sich die Situationen gleichen. Letzten Sonntag, zweite Halbzeit: Osterfeld führt gegen Olympia Bocholt mit 2:0, das gleiche Bild beim GSV Moers. Sie liegen ebenfalls mit zwei Treffern gegen TuB Bocholt in Front. Doch dann kommt der Unterschied: Die Adler bringen den Sieg mit nach Hause, der GSV macht die Rechnung ohne den Gegner und muss sich am Ende mit einem 2:2 zufrieden geben. „Nach dem 2:0 verfällt man in Euphorie, möchte zu viel haben. Die Jungs haben selbst gesagt, dass sie noch mehr wollten. Aber der TuB hat seine Stärken ausgespielt“, bilanziert Siggi Sonntag und fügt an: „Spitzenmannschaften wie TuRa spielen das clever aus. Wir eben nicht.“

Die Osterfelder sind ebenfalls ruhig geblieben. „Ich habe da keinen Harakiri-Fußball, im Sinne von Auflösungserscheinungen, gespielt, sondern das Match kontrolliert zu Ende gebracht. Dazu haben wir nur eine Torchance des Gegners zugelassen“, analysiert Günter Schlipper. Doch heute Mittag ist alles abgehakt, jetzt gilt es beim Duell des Vierten gegen den Zweiten. Lediglich drei Zähler trennen die beiden. „Wir kommen jetzt in eine ganz entscheidende Phase vor der Winterpause. Der Sieger hält Anschluss an die Tabellenspitze, ein ganz wichtiges Match für beide. Es wird aber keine leichte Aufgabe“, erklärt der Adler-Coach. „Wir haben aus den Fehlern vom Sonntag gelernt. Wir werden konzentrierter zur Sache gehen, den Spielfluss von Osterfeld einengen, sie aggressiv bekämpfen und alles geben, um zu siegen“, fordert Sonntag, der GSV-Trainer.

Die Platzverhältnisse werden auf beiden Seiten nicht als Entschuldigung herhalten. „Unser Rasen ist hervorragend, da ist genügend Spielraum für kreative und spielerisch starke Teams“, weiß Schlipper. „Das kommt uns entgegen, da können wir unsere technische Klasse ausspielen und Spielwitz einbringen“, kontert Sonntag. Dennoch will „Schlippinho“ die Punkte nicht kampflos hergeben: „Wir haben die Möglichkeit oben mitzuspielen, die Chance werden wir heute nutzen. Andere müssen und wollen aufsteigen, die sind mehr gefordert. Moers hat auch keine Weltmeister in der Truppe, die man besonders decken müsste. Wir sind auch gut aufgestellt.“

Das ist Sonntag nicht fremd. „Das Team ist eine kompakte Mischung aus guten jungen Kräften. Dazu kommen einige erfahren Akteure, die allein ein Match entscheiden können. Sicherlich haben wir heute mehr Druck, weil wir als Verlierer dieses Spieltages vom Platz gehen können, wenn man sich die anderen Partien anschaut. Dennoch bin ich sehr zuversichtlich, dass wir auch was holen werden.“

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