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2:4 nach 2:0! Schalker Trauerspiel in Hoffenheim

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Foto: firo.

Der FC Schalke 04 schnupperte am Samstag bei der TSG 1899 Hoffenheim rund 50 Minuten lang am dritten Saisonsieg. In Halbzeit zwei zerfielen die Knappen allerdings in ihre Einzelteile.

Profi-Debüt: Für den FC Schalke 04 startete am Samstag mit dem Auswärtsspiel bei 1899 Hoffenheim die vorläufige Abschiedstournee aus der Bundesliga. Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis nahm im Vergleich zur 0:1-Niederlage bei Arminia Bielefeld fünf Änderungen in seiner Startelf vor: Timo Becker, Bastian Oczipka, Alessandro Schöpf, Mark Uth und Florian Flick – der 21-Jährige gab sein Bundesliga-Debüt – begannen anstelle von Malick Thiaw (Gelb-Rot-Sperre), Benjamin Stambouli (5. Gelbe Karte), Mehmet Aydin (Syndesmose-Probleme), Omar Mascarell (Muskelfaserriss) und Goncalo Paciencia (Bank).

Schalke stellt Rekord auf: Mit dem Anpfiff stellten die Knappen einen neuen Bundesligarekord auf: Florian Flick war der 37. (!) Schalker, der im Laufe der Saison zum Einsatz kam. Nie zuvor setzte ein Bundesligist in einer Saison so viele Spieler ein.

Uth bringt S04 in Front: Hoffenheim nahm von Beginn an das Heft des Handels in die Hand, kam in der Anfangsviertelstunde aber nicht wirklich zwingend vors gegnerische Tor – anders der FC Schalke: Schöpf trieb den Ball im Zentrum und legte im Sechszehner rüber auf Suat Serdar, der mit ganz viel Übersicht auf Uth ablegte. Der ehemalige Hoffenheimer nahm die Kugel an und schob zum 1:0 ein (12. Minute). Es war die erste Tormöglichkeit für Königsblau.

Schalke hinten kompakt, vorne gnadenlos effizient: Nach dem Führungstreffer tauchte die Grammozis-Elf offensiv komplett ab. Die TSG hingegen trat weiterhin dominant auf und hatte in der ersten Hälfte fast 70 Prozent Ballbesitz. Doch die Schalker standen hinten sehr kompakt und ließen die Kraichgauer gar nicht zur Entfaltung kommen. Im Angriff präsentierten sich die Knappen derweil gnadenlos effizient, denn mit der zweiten Torchance bauten sie ihre Führung aus: Nach einer Oczipka-Ecke stieg Shkodran Mustafi am höchsten und köpfte zum 2:0 ein (42.) - der Pausenstand.

Kramarics Traumfreistoß: Mit einem personellen Wechsel seitens der Hoffenheimer (Adamyan kam für Robert Skov) ging es rein in den zweiten Durchgang – und der begann mit einem wunderschönen Treffer für die Gastgeber: Einen Freistoß aus knapp 20 Metern schlenzte TSG-Tormaschine Andrej Kramaric unnachahmlich in den linken Winkel (47.).

Akpoguma macht's mit Köpfchen: Nur vier Zeigerumdrehungen später egalisierten die Kraichgauer die Schalker Führung: Kramaric flankte von außen ins Zentrum auf den Kopf von Innenverteidiger Kevin Akpoguma, der die Kugel ins Tor bugsierte. Wahnsinn! Binnen fünf Minuten hatten die Gelsenkirchener wieder alles aus der Hand gegeben. Unverdient war das aufgrund der glasklaren Überlegenheit der Hausherren allerdings nicht, wenngleich Schalke zuvor keine wirkliche Großchance zugelassen hatte.

Schalke bricht komplett ein: Und es wurde noch viel schlimmer aus königsblauer Sicht! Wieder war es eine Kramaric-Flanke, die diesmal bei Christoph Baumgartner ankam. Der Österreicher löste sich stark von seinen Bewachern und verlängerte die Kugel ins Netz (60.). Nur vier Minuten danach der nächste TSG-Treffer: Florian Grillitsch servierte für Ihlas Bebou, der das 4:2 markierte. Schalke hatte plötzlich gar keinen Zugriff mehr auf das Spielgeschehen und wurde schlichtweg überrannt. Innerhalb einer Viertelstunde war der gute Eindruck aus den ersten 45 Minuten komplett zerstört.

Noch ein Bundesliga-Debüt: Der 19-jährige Niederländer Jimmy Kaparos wurde in der 73. Minute für Alessandro Schöpf eingewechselt und kam somit wie Teamkollege Florian Flick zu seinem Profi-Debüt an diesem Tag. Er ist Spieler Nummer 38, der in der laufenden Saison für Schalke aufgelaufen ist. Rekord weiter ausgebaut.

Fazit: Nach der ersten Halbzeit schnupperte der FC Schalke 04 noch am dritten Saisonsieg, nach einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung wurde es allerdings doch die 22. Niederlage für die Knappen in 2020/21. Hoffenheim trat von Beginn an dominant auf und fand nach dem Seitenwechsel die richtigen Mittel, um die Gäste zu knacken. Binnen 17 Minuten trafen Andrej Kramaric und Co. insgesamt viermal. Für Hoffenheim war es der fünfte Spiel ohne Niederlage in Folge (zwei Siege, drei Remis).

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