FC KRAY: Fünf Ausfälle, "Flucht nach vorne"

10. Dezember 2006, 09:14 Uhr

"Ich bin auf meine Spieler nicht böse", stellt Wolfgang Priester, die eine Hälfte des Trainerduos mit Jürgen Lucas, klar und zielt damit auf die 0:2-Niederlage im Knaller-Match gegen die Spvg Radevormwald ab.

"Ich bin auf meine Spieler nicht böse", stellt Wolfgang Priester, die eine Hälfte des Trainerduos mit Jürgen Lucas, klar und zielt damit auf die 0:2-Niederlage im Knaller-Match gegen die Spvg Radevormwald ab. "Wir wurden ganz klar benachteiligt und das war nicht das erste Mal in dieser Saison." Seine Erklärung: "In drei Situationen hätte man Platzverweise für Rade-Kicker verteilen können, ich meine sogar müssen. Und was passiert? Auf der anderen Seite bekommt unser Marcel Scheffner die Rote Karte und hat den Keeper Marco Schulz gar nicht richtig getroffen." Sein Nachtrag: "Die Schiedsrichter haben es ohne Frage von allen am Schwersten. Das sind auch nur Menschen, für die man Verständnis haben muss. Aber es wurden jetzt schon mehrfach Entscheidungen gegen uns getroffen. Wenn man uns gezielt Steine in den Weg legen möchte, soll man das doch einfach sagen."

Durchaus waren unglückliche Szenen des Referees dabei, doch auch die Leistung von Radevormwald erkennt Priester an: "Die sollen ruhig aufsteigen, schließlich zeigen sie bis jetzt eine tolle Serie, da gibt es gar nichts." Denn die Meisterschaft hat der Coach schon fast abgeschenkt: "Diese sechs Punkte Rückstand holen wir nicht wieder auf. Das ist schier unmöglich."

Aber es geht auch um Platz zwei, wie Lucas bestätigt: "Auch als Vize kann man über die Relegation aufsteigen." Deshalb sollte man sich heute gegen den SV Hilden Nord keinen weiteren Ausrutscher erlauben. "Wir müssen aus den letzten Partien irgendwie noch zwei Siege holen", fordert Priester, der sich jedoch wegen der angespannten Personalsituation seine Gedanken macht: "Bei uns ist Alarmstufe Rot." Denn neben dem gesperrten Scheffner fehlen auch Berti Rosbach, Tino Stöhr, Tolga Acar und Lars Müller. Priester schüttelt den Kopf: "Wir haben nun noch elf Akteure, davon zwei angeschlagene, Bilal Rammo und Dominik Immanuel, die aber auf die Zähne beißen müssen." Wer nun letztendlich für den FC Kray auf dem Platz steht, hat etwas wiedergutzumachen. Die Gedanken an das Hinspiel:

"Wir haben damals so viele Chancen ausgelassen, das war schon peinlich." Damit das nicht wieder passiert, setzt Priester voll auf Offensive: "Wir werden es mit der Flucht nach vorne versuchen. Es wird von unserer Seite keine taktischen Spielchen geben, wir laufen mit vier Stürmern auf." Aber auch vor einigen Akteuren vom heutigen Kontrahenten hat der Linienchef Respekt: "Thomas Knüfermann und die beiden Angreifer sind die herausragenden Leute. Vor allem Alfred Ziegler ist ein klasse Fußballer. An dem waren wir schon vor der Saison interessiert." Doch der Goalgetter wird heute auf der anderen Seite zu finden sein, aus Krayer Sicht hoffentlich nicht jubelnd.

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