KUPFERDREH: "Arbeitslose Zeit" für Hahner vorbei

29. Oktober 2006, 11:31 Uhr

"Es geht bei uns nicht drunter und drüber", betont Andreas Macagnino, Geschäftsführer des SV Kupferdreh, und fügt hinzu:

"Es geht bei uns nicht drunter und drüber", betont Andreas Macagnino, Geschäftsführer des SV Kupferdreh, und fügt hinzu: "Auch wenn das im Moment von außen schnell so aussehen kann." Eine Baustelle ist auf jeden Fall vom Tisch, ein neuer Mann an der Seitenlinie ist gefunden. Rolf Hahner schwingt ab sofort das Zepter auf der Trainerbank. RS hat sich mit Hahner über seine schwere Aufgabe beim SVK unterhalten.

Hallo Rolf Hahner, Glückwunsch zum neuen Job!

Danke, endlich stehe ich wieder an der Linie. Bei meinem letzten Club SC Werden-Heidhausen hat man mich nach der letzten Saison aussortiert. Das Problem war, dass man mir viel zu spät Bescheid gesagt hat. Somit war ich von Sommer bis jetzt arbeitslos. Deshalb bin ich erst recht froh, dass ich nun in der Landesliga trainieren darf.

Aber es wird keine leichte Aufgabe, der SV Kupferdreh ist mit Abstand Tabellenletzter.

Klar, man muss nur auf die Rangliste schauen, dann sieht man, dass es für mich ganz schwer wird. Wichtig ist, dass das Team nach den beiden letzten Klatschen wieder aufsteht. Ich werde in den nächsten Wochen viele Gespräche führen, um die Jungs wieder aufzurichten. Bei vielen stimmt es derzeit im Kopf nicht.

Man hört von einigen Seiten, dass es in der Truppe intern nicht stimmt. Wie ist Ihr erster Eindruck?

Das habe ich in den ersten Tagen so nicht feststellen können. Aber auch das werde ich herausbekommen, wenn ich mich mit den Akteuren unterhalten habe.

Wird es schon nach den ersten Tagen in Ihrer Amtszeit gravierende Änderungen geben?

Wir müssen stark an unserer Defensive arbeiten. Mit 33 Gegentoren in zehn Partien sieht man doch, was die große Schwäche des Teams ist. Es ist natürlich nicht von heute auf morgen möglich, die Fehler einfach so abzustellen. Aber das Image der "Schießbude der Liga" müssen wir so schnell wie möglich los werden. Stattdessen müssen wir einfach mal zu Null spielen.

Glauben Sie denn, dass die Qualität der Mannschaft reicht, um in der Landesliga zu bleiben?

Davon bin ich schon nach wenigen Einheiten überzeugt. Ich kenne einige Akteure, beispielsweise Peter Bollmann, Wolfgang und Markus Dymala sowie Rolf Rittau. Das sind alles Kicker, die Fußball spielen können und auch die nötige Erfahrung mitbringen. Vor der Saison gab es einen großen Umbruch. Es scheint bis jetzt noch nicht so zu passen. Meine Aufgabe ist es nun, das Ganze enger zusammenzufügen. Dann kommen auch wieder Erfolgserlebnisse hinzu.

Am besten schon am heutigen Sonntag, denn dann steht das Duell beim SV Hilden Nord an. Kennen Sie den Gegner?

Nein, ich habe zwar schon einige Landesliga-Partien in diesem Jahr gesehen, aber nie mit Beteiligung vom SV Hilden Nord. Deshalb hole ich mir die Informationen von Essener Kollegen. Dabei hilft mir vor allem Krays Coach Wolfgang Priester, der der Patenonkel meines Kindes ist. Am wichtigsten wird sein, dass wir hinten dicht machen. Wenn die Null steht, können wir erst mal nicht verlieren. Am Ende brauchen wir 28 bis 30 Zähler, um drin zu bleiben. Es ist erst ein Drittel der Spielzeit gelaufen, deshalb ist auch noch alles drin.

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