REMSCHEID: Nachbarschaftsduell verspricht Brisanz

22. Oktober 2006, 09:32 Uhr

"So ein Lokalderby ist schon ein außergewöhnliches Spiel" blickt Remscheids Trainer Lothar Steinhauer dem Match gegen den TSV Ronsdorf entgegen.

"So ein Lokalderby ist schon ein außergewöhnliches Spiel" blickt Remscheids Trainer Lothar Steinhauer dem Match gegen den TSV Ronsdorf entgegen. "Die Vereine liegen ja nur ein paar Kilometer auseinander. Ich rechne heute mit 600 bis 1000 Zuschauern", erwartet der FC-Coach eine besondere Atmosphäre. Schon alleine die personelle Situation verspricht Brisanz. Mit Manuel und Mario Kraft sowie Ernst Cebula finden sich gleich drei Kicker in den Remscheider Reihen wieder, die in der letzten Saison noch für den TSV auf Torejagd gingen. "Ich freue mich, die drei Jungs wiederzusehen. Es ist ein Spiel gegen alte Bekannte. Lothar Steinhauer kenne ich ja auch schon sehr lange und wir sind uns bereits damals beim Wuppertaler SV über den Weg gelaufen", geht TSV-Trainer Ralf Derkum gut gelaunt in die Begegnung.

Die Rollen sind vor dem Anstoß klar verteilt. "Remscheid ist Favorit. Die haben den Druck und wir können befreit aufspielen", sieht sich Derkum in der Position des Außenseiters, der nichts zu verlieren hat. Sein Gegenüber schätzt die Lage ähnlich ein, ist jedoch auf der Hut: "Auf dem Papier liegen wir vielleicht vorne, aber wir dürfen den Gegner natürlich nicht unterschätzen. Die vergangenen Matches haben wir uns immer schwer getan gegen Ronsdorf." Während der FCR weiterhin im Aufstiegsrennen mitmischen will, stapelt der Nachbar tief. "Wir haben eine junge Mannschaft. Ich habe meinem Team gesagt, dass wir dieses Jahr noch lernen müssen und in der nächsten Saison wollen wir dann angreifen. Deswegen wäre ich mit einen Punkt zufrieden", formuliert Derkum seine Ziele.

Bis auf Keeper Martin Klafflsberger, dessen Einsatz aufgrund einer Zerrung im Adduktorenbereich fraglich ist, kann der komplette Kader des TSV ins Rennen gehen. Im Notfall würde Ersatztorwart Markus Klewer bereit stehen, der auch schon in der letzten Partie für Klafflsberger eingewechselt wurde. Auf der anderen Seite gibt es ebenfalls keine großen Sorgenfalten, was die Personaldecke anbelangt. "Verletzte habe ich zum Glück nicht zu beklagen. Ich selbst und ein paar Kicker sind ein wenig erkältet, aber das dürfte kein Problem werden. Verzichten muss ich auf Emin Akgün, der noch seine Rotsperre absitzen muss", kann Steinhauer fast aus dem Vollen schöpfen.

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