ALTENESSEN/TUS HELENE: "Spannungsbogen hochhalten"

12. Oktober 2006, 12:41 Uhr

Dem einen Team war es vorher klar, für das andere kommt es eher überraschend.

Dem einen Team war es vorher klar, für das andere kommt es eher überraschend. Denn wenn am Samstag (15 Uhr) die Sportfreunde Altenessen TuS Helene empfangen, kommt es zu einem Kellerduell. Auch für Rolf Gramatke, Altenessens Trainer, ist es überraschend, dass der nächste Gegner im unteren Bereich der Tabelle zu finden ist: "Man kann es wirklich nicht verstehen. Es ist eine kompakte Truppe, die einige gute Leute in ihren Reihen hat." Dennoch stehen bisher lediglich acht Zähler auf der Habenseite der Mannschaft von Coach Oliver Vössing. "Wir sind mittendrin im Abstiegskampf, da gibt es nichts schön zu reden", stellt der Linienchef klar, auf den nach den Highlights im Pokal wieder der Liga-Alltag wartet.

Zuerst gab es am vergangenen Sonntag einen Krimi im ARAG-Cup gegen den Oberligisten Rot-Weiß Oberhausen, der mit 0:1 nach Verlängerung verloren ging, dann folgte gestern das Kreispokal-Halbfinale gegen die Zweitvertretung von Rot-Weiss Essen. Vössing: "Vor allem das Match gegen Oberhausen hat schon Spaß gemacht. Wir haben RWO mit viel Disziplin und Laufbereitschaft alles abverlangt. Daran konnte man sehen, was mit diesen Eigenschaften möglich ist."
Sein Gegenüber Gramatke nimmt hingegen grinsend zur Kenntnis, dass Helene in den Cup-Partien Kräfte lässt: "Ich hoffe, dass wir diesen Verschleiß nutzen können. Schließlich musste TuS gegen RWO 120 Minuten gehen."

Vössing sieht viel mehr als die gelassenen Körner die Motivation als Problem an: "Die Besonderheit ist nun natürlich nicht mehr so da. Deshalb wird es nicht einfach, den Spannungsbogen hoch zu halten." Gramatke hat jedoch klare Ziele, die er in der Hinrunde verwirklichen möchte: "Wir müssen bis zur Winterpause um die 14 Punkte auf dem Konto haben, dann können wir den Klassenerhalt noch schaffen." Dafür sollte schon am Samstag ein Dreier her. Dagegen hat Vössing allerdings etwas: "Das ist eine Begegnung, nach der wir Luft holen könnten, wenn wir sie für uns entscheiden." Man darf gespannt sein, wer nach dem Match wirklich durchatmen kann...

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