Kurz vor dem Eingreifen des TuS Eving-Lindenhorst  in die Hallen-Stadtmeisterschaften hat sich der Verein mit sofortiger Wirkung von Trainer Thomas Biller getrennt.

Eving-Lindenhorst: Nach enttäuschendem Saisonverlauf trennt sich der Verein von Thomas Biller

31. Dezember 2006, 15:44 Uhr

Kurz vor dem Eingreifen des TuS Eving-Lindenhorst in die Hallen-Stadtmeisterschaften hat sich der Verein mit sofortiger Wirkung von Trainer Thomas Biller getrennt.

Kurz vor dem Eingreifen des TuS Eving-Lindenhorst in die Hallen-Stadtmeisterschaften hat sich der Verein mit sofortiger Wirkung von Trainer Thomas Biller getrennt. „Die Trennung haben wir in beiderseitigem Einvernehmen vollzogen“, versichert Burkhard Beste, der 1. Vorsitzende des TuS Eving. Nach dem enttäuschenden Hinrunden-Abschneiden, das den selbst ernannten Aufstiegsfavoriten mit elf Punkten Rückstand auf Tabellenführer Herbede auf Platz sieben ausweist, haben sich die Verantwortlichen zusammengesetzt und den Entschluss gefasst, künftig getrennte Wege zu gehen. Mit Billers bisherigem Assistenten Ingo Kleefeldt präsentierte der Klub sofort einen Nachfolger.

„Die Gründe für diese Entscheidung sind rein sportlicher Natur“, erklärt Beste, der mit den Leistungen des Teams nicht zufrieden sein kann. „In einem Gespräch zwischen Vorstand und Trainer sind zudem unterschiedliche Auffassungen deutlich geworden. Wir haben konstruktiv und konsequent miteinander geredet. Wenn dann verschiedene Grundmeinungen aufeinander treffen, die man nicht kompensieren kann, muss man auch einen Schlussstrich ins Auge fassen“, resümiert der Vorstandsleiter das Zusammentreffen. „Dies zeugt auch von gegenseitigem Res-pekt und wir können uns jederzeit problemlos in die Augen sehen.“
Biller war vor zwei Jahren als Trainer zum TuS Eving gekommen und trat die Nachfolge von Andreas Köhler an. In der vergangenen Saison konnte er mit seinem Team die Vize-Meisterschaft feiern.

Doch auch da lief schon manches nicht rund in Eving. „Schon im letzten Jahr waren Probleme erkennbar. Aber Erfolg macht es schwierig, den Finger in die Wunden zu legen“, sagt Beste, der auch weiß, dass auf den neuen Trainer ein gehöriges Stück Arbeit zukommen wird. „In der Mannschaft gibt es einige Unstimmigkeiten, die auch gegen den Trainer gerichtet waren. Wichtig wird es für Ingo vor allem sein, aus den Spielern eine Einheit zu formen.“ Genau in der Disharmonie innerhalb der Mannschaft sieht er einen der Hauptgründe für die schlechte Ligabilanz.

Jetzt soll in Eving ein Neuanfang gestartet werden, „ohne schmutzige Wäsche zu waschen.“ „Wir wollen die bestmögliche Rückrunde spielen.“
Bei diesem Unterfangen hat der neue Coach Ingo Kleefeldt die Rückendeckung des Vorstandes. „Ich freue mich auf die Aufgabe und gehe euphorisch an die Arbeit“, ist dieser voller Tatendrang. „Die sportliche Substanz ist da und die Hallenmeisterschaft ist für die Spieler und mich die erste Gelegenheit, zu zeigen, dass wir gemeinsam etwas bewegen wollen.“ Erst einmal soll Kleefeldt das Traineramt bis zum Saisonende übernehmen, aber über eine mögliche weitergehende Zusammenarbeit soll bald verhandelt werden.
Der scheidende Mann Thomas Biller kommentierte die Entscheidung nicht weiter, sondern übermittelte dem TuS Glück für die bevorstehenden Aufgaben: „Ich wünsche dem Verein und Ingo für die Zukunft alles Gute.“ Offen ist, was Biller als nächstes machen wird: „Ich muss mich erst einmal mit dieser für mich völlig neuen Situation auseinandersetzen und dann sehen wir weiter.“

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