Die Vokabel „Aufstieg“ hat TuS-Trainer Thomas Biller vorläufig aus seinem Wortschatz verbannt:

SV HERBEDE/TUS EVING: Bei Niederlage ist für Thomas Biller die „Saison gelaufen“

17. Dezember 2006, 11:18 Uhr

Die Vokabel „Aufstieg“ hat TuS-Trainer Thomas Biller vorläufig aus seinem Wortschatz verbannt:

Die Vokabel „Aufstieg“ hat TuS-Trainer Thomas Biller vorläufig aus seinem Wortschatz verbannt: „Wenn wir in Herbede gewinnen, dann können wir in der Rückrunde noch einmal angreifen. Verlieren wir, ist es absoluter Quatsch, weiter darüber zu reden. Dann ist die Saison gelaufen.“

Ohne Frage: Die Aufstiegsambitionen des TuS Eving haben in den vergangenen Wochen drei empfindliche Dämpfer bekommen. „Uns hängt das Pech an den Fersen“, ärgert sich Biller. „Wir sind optisch überlegen, machen aber einfachste Chancen nicht rein und verlieren dann.“ Für seine Mannschaft sei das ein völlig neues Gefühl. Deshalb könne es heute in Herbede nur darum gehen, die Niederlagen aus den Köpfen zu streichen. „Herbede ist Tabellenführer - da müsstest du eigentlich in der Kabine elf Trikots hochwerfen und die Leute reißen sich darum zu spielen“, sagt Biller. „Da braucht man nicht großartig zu motivieren.“

Das Glück, das dem TuS fehle, habe aktuell Herbede. „Wenn es nicht so gut läuft, gewinnen sie so ein Spiel trotzdem knapp. Das spricht von hohem Selbstvertrauen. Und das ist bei uns momentan weg.“ Gemeinsam mit dem Vorstand und der sportlichen Leitung hat Biller die Lage analysiert, kann der Mannschaft aber kaum Vorwürfe machen. „Die Zusammenstellung der Truppe stimmt.“ Auch Biller selbst sitzt fest im Sattel, bekam noch in dieser Woche von der sportlichen Leitung den Rücken gestärkt. „Ich als Trainer kann eben keine Tore machen.“

Herbedes Trainer Helge Martin gefällt der Evinger Durchhänger gar nicht: „Die kommen wie ein angeschlagener Boxer. Und ihr Tabellenplatz spiegelt nicht ihr eigentliches Potenzial wider.“ Martin wähnt den heutigen Kontrahenten ebenfalls in einer Pechsträhne. „Es fing damit an, dass sie die Punkte aus dem Hombruch-Spiel abgezogen bekommen haben. Trotzdem sind sie absolut eine der besten Mannschaften der Liga.“

Doch auch dagegen soll die Herbeder Serie von elf Spielen ohne Niederlage und sieben Siegen in Folge halten. Martin kündigt an: „Wir wollen kurz vor der Pause noch einmal alles geben, was wir haben.“

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