Eigentlich ist der TuS Heven so etwas wie ein Lieblingsgegner für die Rot-Grünen:

Phönix Eving/TuS Heven: Gottwald: „Wir müssen heute Asche fressen“

22. Oktober 2006, 09:26 Uhr

Eigentlich ist der TuS Heven so etwas wie ein Lieblingsgegner für die Rot-Grünen:

Eigentlich ist der TuS Heven so etwas wie ein Lieblingsgegner für die Rot-Grünen: In der letzten Saison holte man sechs Punkte im direkten Vergleich. Doch nichts ist verlässlich in diesen Tagen, denn in der Nachbetrachtung des Spiels beim neuen Tabellenführer fanden sich die Grävingholzer zwischen Baum und Borke wieder.

Da hatte man 82 Minuten „einen lethargischen Stiefel runter gespielt, den man nicht schön reden darf“, um dem bereits auf dem Spielfeld triumphierenden HSV in den letzten acht Minuten per Zufall doch noch beinahe in die Suppe zu spucken. Aber selbst das konnte Evings Trainer Andreas Köhler während der Woche nicht versöhnlich stimmen. Der Coach wusste nur zu genau, dass es nicht die großartige Phönix-Moral war, die seiner Mannschaft fast noch das Remis gebracht hätte, sondern Hombrucher Nachlässigkeiten.
Gerade bei den Spielern, die aus unteren Klassen gewechselt sind, zeichnen sich erste Verschleißerscheinungen ab. Besonders Giovanni Schiattarella und „Charly“ Düzgün, die viel Euphorie aus Kemminghausen in die neue Saison mitbrachten, müssen wieder präsenter werden. „Wir haben in den Köpfen, dass wir bis jetzt etwa sieben Partien ordentlich bis gut gespielt haben, nur die Ergebnisse spiegeln das leider so nicht wieder“, befürchtet Köhler mit Blick auf dieses und das folgende Spiel in Erle Schlimmes. Doch diese Scharte soll am heutigen Sonntag mit bekannter Kampfkraft auf heimischem Terrain wieder wett gemacht werden. Torwart Abi Chargui, der Sonntag aus familiären Gründen zunächst unentschuldigt fehlte, kehrt wieder ins Tor zurück.

Der Evinger Trainer hat heute ebenso alle Mann an Bord wie sein Wittener Kollege Oliver Gottwald. Allerdings plagen den TuS Heven ganz andere Probleme, da ein vernünftiger Wettkampfrhythmus durch die Zwangspausen des Spielplans kaum möglich ist. So nutzte man kurzerhand die spielfreie Zeit, um Testspiele zu bestreiten. Beim 2:2 gegen Wattenscheid II unter der Woche konnten gerade Spieler aus der zweiten Garde überzeugen. „Bei uns sind alle heiß. Wir spielen voll auf Sieg. Doch wir müssen heute Asche fressen“, lässt Gottwald keinen Zweifel am positiven Ergebnis aufkommen. Schließlich will die beste Abwehr der Liga erst einmal bezwungen sein.

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