Ob das Remis in Goch ein kleiner Aufwärtstrend war, oder ob es erneut als Rückschlag zu bewerten ist, darüber streiten sich in Hamborn die Gelehrten.

HAMBORN: Aufschwung oder Rückschlag?

13. November 2004, 12:42 Uhr

Ob das Remis in Goch ein kleiner Aufwärtstrend war, oder ob es erneut als Rückschlag zu bewerten ist, darüber streiten sich in Hamborn die Gelehrten.

Ob das Remis in Goch ein kleiner Aufwärtstrend war, oder ob es erneut als Rückschlag zu bewerten ist, darüber streiten sich in Hamborn die Gelehrten. Denn bis eine Minute vor Schluss schien der Auswärts-Dreier perfekt. "Verdammt ärgerlich, so ein Ding zu bekommen", ärgert sich 07-Trainer Ingmar Putz auch Tage nach der Punkteteilung noch schwarz.

Positiv: Der freie Fall wurde erst einmal gestoppt, zudem "haben wir spielerisch eine der besten Leistungen geboten", freut sich der Coach. Besonderen Anteil am Aufschwung haben Thorsten Schikofsky, Pietro Calea und Max Balster. "Thorsten ist wieder ein Stück weiter, dennoch erst bei 80 Prozent seiner Leistungsstärke", sieht Putz noch erhebliches Potenzial. "Über Pitti brauchen wir nicht zu sprechen, seine Qualitäten sind bekannt."

Aber über Balster. Der Offensive stand nach seine langen Verletzungspause zum ersten Mal nach über einem Jahr wieder im Team, Christoph Dobrowolski wurde "geopfert". Putz: "Es war ein Risiko, Max spielen zu lassen. Aber schlechter als vorher konnte es nicht mehr werden. Max hat über 60 Minuten super agiert, deswegen sehe ich auch keinen Grund für etwaige Änderungen", will der 35-Jährige Balster auch am Samstag (14.30 Uhr) gegen Kapellen-Erft ins Rennen schicken.

Vor den eigenen Fans gilt es nun, den Zähler zu vergolden und die Anhänger nach den zuletzt dürftigen Leistungen zu versöhnen. Gegen den Neuling und Tabellen-Nachbarn wird ein erneutes Remis aber nicht ausreichen. "Wir müssen gewinnen", fordert Putz, der auch auf Neuzugang Engin Vural aus der A-Jugend von Schwarz-Weiß Essen zurück greifen kann, einen Sieg. "Um uns endlich ein wenig Luft nach unten zu verschaffen, brauchen wir nicht mehr um den heißen Brei herum reden, sondern müssen die drei Punkte hier behalten."

Um dem Wunsch auch Leben einzuhauchen, baut der Ex-Münsteraner auf die Goch-Startformation: "Wenn wir es schaffen, die Leidenschaft, wie gegen die Viktoria, zu zeigen, brauchen wir uns vor niemandem in dieser Klasse zu verstecken." Am Samstag wird sich zeigen, ob es ein Aufschwung oder Rückschlag ist.

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