Mit dem 1:0-Überraschungs-Erfolg in Ratingen hat der SV Hilden-Nord nicht nur im Meisterschaftskampf eine weitere Dramaturgie erzeugt. Auch für die Mannschaft von Coach Jochen Glubicz war der Dreier überlebenswichtig.

SV HILDEN-NORD: Seniorenheim gegen Kindergärten

tr
14. Oktober 2004, 11:10 Uhr

Mit dem 1:0-Überraschungs-Erfolg in Ratingen hat der SV Hilden-Nord nicht nur im Meisterschaftskampf eine weitere Dramaturgie erzeugt. Auch für die Mannschaft von Coach Jochen Glubicz war der Dreier überlebenswichtig.

Mit dem 1:0-Überraschungs-Erfolg in Ratingen hat der SV Hilden-Nord nicht nur im Meisterschaftskampf eine weitere Dramaturgie erzeugt. Auch für die Mannschaft von Coach Jochen Glubicz war der Dreier überlebenswichtig. Jetzt ist der Anschluss ans Mittelfeld in greifbarer Nähe, fehlt nur noch ein Sieg am Sonntag gegen Spitzenreiter Viktoria Goch. "Dann sind wir sogar nur drei Zähler hinter ihnen", muss auch Geschäftsführer Wolfgang Becker bei diesem Gedanken schmunzeln.

Während die Reserve-Clubs aus Oberhausen oder Düsseldorf mit einem "Kindergarten" ins Punkte-Rennen gehen, kann man in Hilden schon fast von einem "Seniorenheim" sprechen. "Wir haben zurzeit einen Altersdurchschnitt von 29,7 Jahren", hat Becker die Zahl errechnet. Grund: Die "Opas" Georg Müffler und Peter Cyrys wurden reaktiviert. "Beide sind 39 Jahre alt, aber topfit", freut sich Becker, dass die Knochen des Duos noch nicht "eingerostet sind".

Denn der Personal-Schuh drückt in Hilden gewaltig. Neben den Innenverteidigern Nico Bozic (Knie) und Adin Muminovic (Ermüdungsbruch) liegen auch die Offensiven Johannes Salvicchi (Leisten-OP), Andree Stimmer (Kreuzband) und Keeper Hagen Nebgen (Knie) auf Eis. Zudem fällt Ali Al Makloufi mit einer Roten Karte für 14 Tage aus. "Dafür ist jedoch Dennis Top nach seiner abgelaufenen Sperre wieder dabei", freut sich Becker. Auch Renè Heinecke, der während der Vorbereitung aufgrund von Herz-Kreislauf-Beschwerden von den Ärzten Sportverbot erhielt, kämpft sich langsam wieder ran. "Das sind wenigsten kleine Hoffnungsschimmer", ist Becker erleichtert und schiebt kämpferisch Richtung Goch nach: "Wir haben uns immer dann zurück gemeldet, wenn uns alle abgeschrieben hatten. Die Viktoria sollte uns trotz der Umstände nicht unterschätzen."

Autor: tr

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