Kaum ist Speldorfs neuer Trainer Piero Lussu aus dem Heimat-Urlaub in Italien zurück, hat ihn das Fußball-Geschäft direkt in der Zange.

MÜHLMEIM: Griechischer Italiener

07. Juli 2004, 11:06 Uhr

Kaum ist Speldorfs neuer Trainer Piero Lussu aus dem Heimat-Urlaub in Italien zurück, hat ihn das Fußball-Geschäft direkt in der Zange.

Kaum ist Speldorfs neuer Trainer Piero Lussu aus dem Heimat-Urlaub in Italien zurück, hat ihn das Fußball-Geschäft direkt in der Zange. Seinen 18 Mann-Kader muss der 53-Jährige erst einmal kennen lernen. "Mein Akku ist zwar voll, doch um mir einen einen umfassenden Überblick zu verschaffen, braucht es seine Zeit. Mein Ziel ist es, so schnell wie möglich aus der Mannschaft eine Einheit zu formen. Denn das war das Manko der letzten Jahre."
Sollte dem Coach dieses Vorhaben gelingen, "können wir ganz vorne angreifen." Wie wichtig der Zusammenhalt einer Truppe ist, charakterisiert Lussu am Beispiel "König Ottos". "Der Rehakles hat seine Griechen als Mannschaft zusammen geschweißt. Und was ist passiert? Sie werden heute Abend Europa-Meister." Speldorfs Sportlicher Leiter Michael Klauß, Vorgesetzter des mit Griechenland fiebernden Italieners, schüttelt den Kopf. "Das hoffe ich nicht. Sollten die Griechen den Titel holen, werden viele Trainer wieder auf den Kampf-Fußball umsteigen. Ich will aber lieber technische Leckerbissen sehen. Deshalb drücke ich Portugal die Daumen." Vom ersten "Zoff" des Duos kann trotz der kleinen Meinungsverschiedenheit keine Rede sein: "Ich verfolge seit Jahren ansehnliches, temporeiches Kombinations-Spiel", vetritt Lussu die offensive Ausrichtung und verfolgt nicht einen rückwärts orientierten Fußball wie Rehagel. "Das spielerische Potenzial haben wir. Ich versuche 90 Minuten lang ein Match zu gewinnen, nicht ein Ergebnis zu verwalten."
Damit die Qualität des VfB weiter steigt, will Lussu seinen "Chef" reaktivieren: "Ich habe mir die letzten Spiele angeschaut. Michael ist eine echte Bank für uns. Ich habe in Osterfeld auch mit Libero gespielt. Damals war es der 39-jährige Günther Schlipper. Also soll sich Michael mit seinen 33 nicht anstellen." Das macht der Ex-Profi auch nicht. Der ehemalige Essener hat mehr ein familiäres Problem: "Ich habe meiner Frau Silke versprochen, aufzuhören." Aber Klauß hat seine bessere Hälfte bereits bearbeitet. "Wenn ich besser als die anderen bin, werde ich auflaufen." tr

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