Die Abschieds-Tournee der

SV BOTTROP - Sponsoren zahlen nicht

tr
02. April 2004, 11:24 Uhr

Die Abschieds-Tournee der "Elfer" geht weiter. Am vergangenen Wochenende hat Bottrop sogar einen Zähler in Mülheim geholt, aber damit kann SV-Trainer Jürgen Klatt nicht leben.

Die Abschieds-Tournee der "Elfer" geht weiter. Am vergangenen Wochenende hat Bottrop sogar einen Zähler in Mülheim geholt, aber damit kann SV-Trainer Jürgen Klatt nicht leben. "Uns fehlen die spielerischen Mittel, um in der Verbandsliga mithalten zu können. Folglich bleibt uns nichts anderes übrig, als zu kämpfen." Und genau dort setzt der 50-Jährige den Kritik-Hebel an: "Wir haben erneut versucht, mit Hacke, Spitze eins-zwei-drei weiter zu kommen. Die Jungs verstehen es einfach nicht."

Klatt über den Mülheimer Kontrahenten: "Ich stufe sie als sehr schwach ein. Wir haben ein neues Ziel: Wir wollen die Union in der Tabelle noch hinter uns lassen. Diese Chance haben wir vertan", grantelt Klatt und schiebt einen anderen Kopfschmerz-Aspekt nach: "Noch ein Jahr in dieser Spielklasse ist aus finanziellen Gründen überhaupt nicht möglich."

Grund: Der Geldhahn ist abgedreht. SV-Geschäftsführer Gerd Schön legt Zahlen auf den Tisch: "Wir hatten zu Saison-Beginn mündliche Zusagen unserer Sponsoren. In der Hinrunde mussten wir einen Ausfall von 40 Prozent verkraften, in der Rückrunde haben die Herrschaften noch gar nicht bezahlt." Der Euro-Speicher ist leer, aber "die Spieler müssen noch nicht auf ihre Einsatz-Prämie warten", entkräftet Schön hartnäckige Gerüchte, dass seit November der Rubel nicht mehr rollt. Keine Schön-Rednerei, denn "wir überweisen immer nach fünf Spielen. Das ist genügend Zeit, jeden Cent zusammen zu kratzen. Halten sich die Unternehmen weiter hin nicht an die Abmachung, werden wir im Mai aber nichts mehr begleichen können."

Unter erheblichen Anstrengungen wird bereits an der Landesliga-Mannschaft gearbeitet. "Das wird nicht einfach", redet Schön Klartext. Einen Bankrott-Abrutsch bis in die Kreisliga dürfte aber durch die heiß diskutierte Fusion mit dem Landesligisten und Stadtnachbarn VfB abgewendet werden.

Autor: tr

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