Sir Alex Furgeson ist über die Behandlung seiner Person im Streit mit den Großaktionären von Manchester United

Ferguson zeigt sich über Vorwürfe entsetzt

tok
30. Januar 2004, 16:20 Uhr

Sir Alex Furgeson ist über die Behandlung seiner Person im Streit mit den Großaktionären von Manchester United "erschüttert". Der Cheftrainer des englischen Meisters ist entsetzt über den Vorwurf der Vorteilsnahme.

Nach einer fußballerischen Ewigkeit als Cheftrainer bei Manchester United ist Sir Alex Furgeson negativ in die Schlagzeilen geraten. Jetzt sich der 62-Jährige im Streit mit den Großaktionären über einen "erschütternden" Umgang mit seiner Person beklagt. Der Erfolgstrainer des englischen Meisters reagierte mit Entsetzen auf den Vorwurf der eigenen Bevorteilung durch die Teilhaber John Magnier und J.P McManus, die insgesamt rund 25 Prozent der "ManU"-Aktien halten. Nach mehr als 17 Jahren als Cheftrainer des Klubs sei es nicht einfach, mit diesen Vorwürfen umzugehen, erklärte Ferguson.

Persönliche Hintergründe vermutet

Die beiden Iren Magnier und McManus behaupten, es soll zu Unregelmäßigkeiten bei Spielertransfers unter Ferguson, der seinen Vertrag vor wenigen Tagen vorzeitig um ein Jahr bis 2006 verlängert hat, gekommen sein. Fergusons Sohn Jason leide massiv unter den Behauptungen der Aktionäre, sagt sein Vater. Der Filius, der als Spielervermittler tätig ist, würde seitdem regelrecht belagert. "Seine Post ist gestohlen, seine Müllentüten durchwühlt worden. Leute lauern ihm hinter Büschen auf", sagte Ferguson, nach dessen Ansicht die Vorwürfe gegen ihn einen privaten Hintergrund hätten.

Rennpferd als Streitpunkt

Der Cheftrainer der "Red Devils" ist Anteilseigner eines Rennpferdes namens Rock of Gibraltar, dessen andere Hälfte John Magnier gehört. Ferguson fordert die Hälfte aus den Deck-Gebühren. Magnier aber behauptet, Ferguson sei lediglich an den Renngewinnen des Pferdes (1,5 Millionen Euro im vergangenen Jahr) beteiligt. Die Sache soll nun gerichtlich geklärt werden.

Der Kontrakt des Schotten mit "ManU" wurde erst nach zähem Ringen um ein Jahr bis 2006 verlängert. Ferguson wollte einen Dreijahresvertrag. Unter der Regie des 62-Jährigen gewann Manchester achtmal die Meisterschaft, viermal den FA-Cup, sowie jeweils einmal den Liga-Pokal, die Champions League, den Europapokal der Pokalsieger und den Weltpokal.

Autor: tok

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