Irgendwie hat es Hans Herr ja schon vorher gewusst. Vor einer Woche freute sich der Vorsitzende von Hamborn 07, dass in es in den Verbandsliga-Partien mit 07-Beteiligung diese Saison immer viele Tore gibt.

Hamborn 07 will Duisburgs Nummer 1 werden

rl
26. September 2003, 11:11 Uhr

Irgendwie hat es Hans Herr ja schon vorher gewusst. Vor einer Woche freute sich der Vorsitzende von Hamborn 07, dass in es in den Verbandsliga-Partien mit 07-Beteiligung diese Saison immer viele Tore gibt.

Irgendwie hat es Hans Herr ja schon vorher gewusst. Vor einer Woche freute sich der Vorsitzende von Hamborn 07, dass in es in den Verbandsliga-Partien mit 07-Beteiligung diese Saison immer viele Tore gibt. "Mindestens drei" kündigte der "Boss" auch für die Zukunft an. Obwohl seine Prognose aufging, konnte sich Herr darüber zumindest letzten Sonntag nicht so richtig freuen. Mit 3:0 gewann Cronenberg am Holtkamp und stoppte den angestrebten Hamborner Marsch in höhere Tabellenregionen.

"Wir haben nicht so gut gespielt", befand Trainer Detlef Bertram, der allerdings entschuldigend anführt, dass neben dem Langzeitverletzten Rene Albrecht und Max Balster (Kapsel) mit Pitti Callea, Patrick Schneider und Michael Pomp gleich drei Spieler mit Grippe ausfielen. "Das hat uns deutlich geschwächt", sagt Bertram.

Am Sonntag, wenn Hamborn beim VfB Homberg antritt, soll der Grippe-Virus vertrieben sein. Stattdessen forciert Bertram den Derby-Bazillus. "Wir wollen die Duisburger Nummer eins im Amateurfußball werden", erzählt der Coach, auf dessen Jungs sogar eine Doppel-Derbywoche wartet. Sieben Tage nach der Fahrt über den Rhein kommen die Amateure des MSV Duisburg nach Hamborn. "Mit zwei Siegen können wir die Niederlage gegen Cronenberg wettmachen", glaubt Bertram.

Als Ur-Hamborner ist der Coach ohnehin vom Derby-Geist besessen, nun will er seine Spieler anstecken. Bei Akteuren wie Schneider, Pomp, Callea oder Ingmar Putz, die auf eine lange Duisburger Vergangenheit blicken, sei das kein Problem. "Mit den anderen werde ich noch ein paar Einzelgespräche führen", sagt Bertram, der davon überzeugt ist, dass man in den Lokalpartien gut aussehen kann.

Das Gastspiel beim VfB gilt allerdings nur als Generalprobe für das wirkliche Derby gegen Meiderich. Die erst 1975 eingemeindeten Homberger fühlen sich mehr als Moerser, denn Duisburg zugehörig. Und auch am linken Niederrhein wird immer noch die Form gesucht. Zuletzt kam der VfB nicht über ein schlappes 0:0 bei der Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf hinaus. "Ich habe momentan viel Arbeit, mein Trainer-Kompagnon Rainer Vervölgy auch", lässt Coach Harald Copi wissen.

Hombergs Vorsitzender Thomas Bungart muss hinter den Kulissen nach zwei kurzfristig abgesagten Freundschaftsspielen gegen Köln und Dortmund immer noch den angerichteten Imageschaden aufarbeiten. "Ich sage nichts mehr", grantelt der Fast-Moerser. Die Frage, wer Duisburgs wahre Nummer eins ist, wird sowieso nicht in Homberg entschieden.

Autor: rl

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