Wenn mehr als ein Dutzend Neuzugänge in ein Team integriert werden müssen, kann das eine sehr langwierige Geschichte werden. In Duisburg wissen sie das nur zu genau.

HAMBORN: 07-Coach Bertram setzt lieber auf Libero

rl
23. August 2003, 11:13 Uhr

Wenn mehr als ein Dutzend Neuzugänge in ein Team integriert werden müssen, kann das eine sehr langwierige Geschichte werden. In Duisburg wissen sie das nur zu genau.

Wenn mehr als ein Dutzend Neuzugänge in ein Team integriert werden müssen, kann das eine sehr langwierige Geschichte werden. In Duisburg wissen sie das nur zu genau. Die Macher des Zweitligisten MSV weisen beispielsweise bei jeder Gelegenheit darauf hin, dass man 15 Neue habe und es eben Zeit brauche, bis alles läuft. Nur wenig nördlich von Meiderich kann Detlef Bertram das nur bestätigen.

Der Coach von Hamborn 07 muss 14 frische Spieler in seinen Verbandsliga-Kader einbauen. Ein Problem sieht Bertram darin aber nicht. "Wir haben das so gewollt und es macht uns Spaß", sagt der Trainer.

Deshalb kann er auch vermeintlich deftige Pleiten abhaken. Vorgestern gab es gegen Dinslaken 09 nur ein 3:3, am Wochenende verlor 07 gar ein Testspiel beim Bezirksligisten Hertha Hamborn mit 1:2. "Niederlagen gegen Hertha sind im 07-Umfeld eine Katastrophe", weiß Bertram, der nun das Volk beruhigen muss. "Einige Spieler sind noch verletzt, da läuft es nicht so rund, wie wir uns das vorstellen", sagt Bertram, der aber davon ausgeht, dass bis zum Punktspielstart, wenn Hamborn in zwei Wochen bei Viktoria Goch antritt, viel mehr klappt: "Wir arbeiten darauf hin."

Während die Offensivleistungen den Coach zufrieden stellen, muss bis zum Start vornehmlich an der Abwehr gefeilt werden. Die Experimente, es mit einer Viererkette zu versuchen, scheiterten. "Dafür fehlen schnelle Spieler", meint Bertram, der lieber mit einem Libero antreten lässt. Für diese Position kommen mit Gültekin Pismann und Ex-Profi Thorsten Schramm zwei Mann in Frage. Vor allem Schramm besticht Bertram durch sein Auge und die Organisations-Qualitäten. Pismann sei hingegen schneller.

Der Trainer ist aber davon überzeugt, dass er alle seine Spieler braucht. Anders als im Vorjahr, in dem der Abstieg nur knapp vermieden wurde, sei keine Clübchenbildung vorhanden. "Auf dem Platz haben wir 11 Freunde", strahlt Bertram und ist davon überzeugt, dass die Löwen die nächste Saison irgendwo im gesicherten Mittelfeld abschließen. Im nächsten Jahr soll ja nicht schon wieder ein Dutzend Neuzugänge kommen.

Autor: rl

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