Stillschweigen! Der Präsident des Fußball-Verbandes-Niederrhein, Walter Hützen, will sich bis zur Urteils-Verkündung am 26. August nicht zum Fall des FC Kray äußern.

FC KRAY: Anarchie wird Tür und Tor geöffnet

tr
19. August 2003, 11:27 Uhr

Stillschweigen! Der Präsident des Fußball-Verbandes-Niederrhein, Walter Hützen, will sich bis zur Urteils-Verkündung am 26. August nicht zum Fall des FC Kray äußern.

Stillschweigen! Der Präsident des Fußball-Verbandes-Niederrhein, Walter Hützen, will sich bis zur Urteils-Verkündung am 26. August nicht zum Fall des FC Kray äußern. "Es ist ein schwebendes Verfahren und ich werde erst die schriftliche Begründung des Gerichts abwarten, bis ich eine Stellungnahme abgebe", übt sich der Rechtsanwalt in Geduld.

Essens Manager Günther Oberholz schüttelt verständnislos den Kopf: "Es ist schon erstaunlich, wie Herr Hützen mit uns verfährt." Grund der Empörung: "Wir haben eindeutig bewiesen, dass der Rheydter SV bereits vor der Saison 2002 / 03 finanzielle Schwierigkeiten hatte. Diese neuen Erkenntnisse hätte der Verband als sportliche Gerechtigkeit zum Anlass nehmen können und die Liga aufstocken sollen. Aber die Herrschaften sind dermaßen von sich überzeugt, ..."

Sollte das Landgericht Duisburg den Antrag auf Aufstockung der Liga ablehnen, bleibt nur noch der Gang vor das Oberlandesgericht Düsseldorf. Denn eine andere Möglichkeit, dass der Verband nachgibt, zerstört Hützen bereits im Keim: "Wir werden Kray nicht von uns aus in die Liga aufnehmen. Das ist keine Gnadensache, schließlich ist der FC vor Gericht gezogen." Oberholz kontert: "Man muss sich wirklich fragen, welche Möglichkeiten ein Klub überhaupt noch hat, gegen so schwerwiegende Fahler, wie die der Rheydter, vorzugehen." Übersetzt: "Jeder kann beim Lizenzierungs-Verfahren machen, was er will."

Ein Punkt, der dem Verband auch nicht schmecken dürfte. Denn auf diese Weise ist der Anarchie im Geschäft Fußball Tür und Tor geöffnet.

Autor: tr

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