SSV BUER - Siska sieht "kein Gas-Unternehmen"

hb
07. Dezember 2006, 13:03 Uhr

Mit Beendigung der Hinrunde hat sich die SSV Buer wieder in der oberen Tabellenhälfte eingenistet.

Mit Beendigung der Hinrunde hat sich die SSV Buer wieder in der oberen Tabellenhälfte eingenistet. Das 3:2 gegen Menden bedeutet für die "Rothosen" der Sprung auf Platz sieben, mit 21 Punkten hat man sogar die Zielvorgabe übertroffen. Dementsprechend zufrieden ist Trainer Holger Siska mit seinen Jungs.

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Holger Siska, wie lautet Ihr Fazit nach der erster Saison-Halbzeit?

Im Sommer hatten wir uns vorgenommen, in der Hinserie 20 Zähler zu holen. Nun ist es einer mehr geworden, also haben wir unser Ziel mehr als erreicht. Allerdings war das Team noch zu schwankend in seinen Auftritten, sonst hätte es noch etwas mehr werden können.

Im vergangenen Jahr ging es noch lange gegen den Abstieg, ehe die Truppe mit einem schönen Schlussspurt doch relativ deutlich die Klasse halten konnte. Ist der angsterfüllte Blick nach unten inzwischen Geschichte?

Davon gehe ich aus! Die Mannschaft ist komplett zusammen geblieben, daher war eine Stabilisierung der Leistung zu erwarten. Ich denke, man kann sagen, dass wir uns in der Verbandsliga etabliert haben und nicht mehr allzu großer Gefahr ausgesetzt sind.

Wie groß ist der Konkurrenz-Kampf mit dem SC Hassel. Aktuell rangieren Sie einen Platz und einen Punkt vor dem Stadtnachbarn!

Das ist für die Spieler natürlich ein besonderer Anreiz, den Sportclub hinter sich zu lassen. Schließlich stand Buer im Gelsenkirchener Amateur-Fußball immer etwas im Schatten von Hassel. Auch nach dem Abstieg landete der Sportclub in der vergangenen Saison vor uns. Für einen Moment haben wir die Verhältnisse umgekehrt, das ist eine nette Begleiterscheinung.

Ist an der Löchterheide auch Oberliga-Fußball vorstellbar?

Ich glaube nicht. Die sportliche Perspektive wird immer von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vorgegeben. Da bewegen wir uns am Limit. Hier auf der Anlage habe ich noch kein Gas-Unternehmen gesehen, das Geld in den Verein steckt.

Ab 2008 ist die Verbandsliga aber nur noch sechstklassig. Muss man da nicht eine Etage höher, um den eigenen Ansprüchen an den Fußball gerecht zu werden?

Da, wo wir spielen, das ist doch schon die gefühlte sechste Klasse. Das Niveau ist so wie vor zehn bis 15 Jahren in der Verbandsliga. Die Qualität wird ohnehin weiter verwässert, dann macht die eine zusätzliche Liga, die man oben einführt, nicht mehr viel aus.

Autor: hb

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