Ein Blick auf die Tabelle genügt, um festzustellen, dass in Witten derzeit ein Stimmungshoch herrscht.

RÜDINGHAUSEN: Wurst und die Revier-Kombo "Kaminski"

tr
15. September 2006, 10:47 Uhr

Ein Blick auf die Tabelle genügt, um festzustellen, dass in Witten derzeit ein Stimmungshoch herrscht.

Ein Blick auf die Tabelle genügt, um festzustellen, dass in Witten derzeit ein Stimmungshoch herrscht. Zusammen mit dem DSC Wanne und der SG Herten-Langenbochum ist Rüdinghausen nach fünf Spieltagen noch ungeschlagen. "Für mich kommt der Erfolg nicht überraschend", zeigt sich TuRas Routinier Michael Wurst unbeeindruckt, bleibt dennoch auf dem Teppich: "Klar lautet das Ziel erst einmal Klassenerhalt, erst danach können wir uns neu ausrichten."

Aber nicht nur sportlich steht Wurst derzeit auf der Sonnenseite. Der Sänger, der durch die SAT.1-Casting-Show "Star Search" einen bundesweiten Bekanntheitsgrad erlangte, hat sich in den letzten Monaten ins Tonstudio zurück gezogen. "Wir haben eine neue Band gegründet", verrät Wurst. Die Kombo ist eine echte Revier-Instanz mit dem Namen "Kaminski". Wurst: "Wir sind fünf Jungs aus dem Pott." Neben Wurst ist ein weiterer Bekannter dabei: Stürmer Raphael Arlet, der zuletzt in Neheim auf Torejagd ging, derzeit allerdings vereinslos ist. "Er hat Ende August sein Ingenieur-Diplom bestanden und konzentriert sich nun auf die Musik", berichtet Wurst, der ab sofort die Richtung Deutsch-Rock einschlagen wird.

Aber nicht nur seine Gruppe, auch die Mannschaft begeistert den Ex-Herner: "Wir haben eine geile Truppe, sind sehr spielstark." Zwar kann Wurst am Samstag gegen Wattenscheid II (18 Uhr) nicht mitwirbeln, da er sich einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen hat, dennoch hat er vollstes Vertrauen in seine Elf. "Ich hoffe natürlich auf einen weiteren Sieg, aber es wird schwer. Wir tun uns gegen Teams wie Gladbeck, Wanne oder Herten einfacher." Warum? "Wir haben eine tolle Moral, sind aber launisch. Wenn wir die Konsequenz, die wir erst nach einem Rückstand an den Tag legen, von Beginn an zeigen, dann wäre es top." Doch Wurst will nicht meckern: "Wir sind zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter. Sollten wir jetzt gegen Wattenscheid und Siegen II gewinnen, können wir uns auch mal einen Ausrutscher erlauben. Wie es aber auch läuft, wir werden am Ende auf jeden Fall im gesicherten Mittelfeld stehen."

Verzichten muss Coach Uli Sieweke aber nicht nur auf Wurst, sondern auch auf Michael Röder der sich gegen Gladbeck den Unterarm brach. "Aber die Jungs sind stark genug, um unsere Ausfälle zu kompensieren", legt sich Wurst fest.
Mit einem Sieg am Samstag über die SGW könnte TuRa zumindest bis Sonntag Spitzenreiter sein: "Für mich kommt die Entwicklung zwar überraschend, aber wir genießen die Situation", freut sich Sieweke.

Autor: tr

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