Bei seiner Vernehmung im Rahmen des Doping-Prozesses gegen Juventus Turin gab Zinedine Zidane zu, während seiner Zeit bei

Zidane hat nur bei "Juve" Kreatin genommen

bb
26. Januar 2004, 13:05 Uhr

Bei seiner Vernehmung im Rahmen des Doping-Prozesses gegen Juventus Turin gab Zinedine Zidane zu, während seiner Zeit bei "Juve" Kreatin eingenommen zu haben. Zuvor und in Spanien habe er diese Substanz nie konsumiert.

Während des Doping-Prozesses gegen Italiens Rekordmeister Juventus Turin ist am Montag auch Zinedine Zidane, vernommen worden. Dabei hat der Welt-Fußballer des Jahres zugegeben, über einen längeren Zeitraum den Energielieferanten Kreatin eingenommen zu haben. "Ich habe nur bei Juventus Kreatin eingenommen. Ich hatte es zuvor niemals getan. Auch in Spanien habe ich niemals diese Substanz eingenommen", berichtete der französischen Nationalspieler und Star von Real Madrid, der auch über lange Zeit bei "Juve" aktiv war. Kreatin steht allerdings nicht auf der international gültigen Dopingliste.

Bei "Juve" gab es auch Vitaminspritzen

Zidane wurde im Prozess gegen "Juve"-Generaldirektor Antonio Giraudo und Teamarzt Riccardo Agricola zusammen mit dem Ex-Coach des FC Chelsea, Gianluca Vialli, vernommen. Zidane betonte, er habe bei Juventus auch Spritzen mit Vitaminen bekommen, "die mir Teamarzt Agricola verschrieb". "Ich brauche Vitamine, um 70 Spielen pro Jahr durchzuhalten", sagte Zidane.

Den Juve-Funktionären wird vorgeworfen, Spieler in den 90er Jahren systematisch gedopt zu haben. Da es damals in Italien noch kein Dopinggesetz gab, lautet die Anklage von Staatsanwalt Raffaele Guariniello auf Sportbetrug. Im Visier hat Guariniello vor allem den Gebrauch von Kreatin. Andere Spieler wie der Star-Stürmer Alessandro Del Piero hatten die Einnahme von Kreatin zugegeben.

Auslöser für die Ermittlungen gegen Funktionäre und Spieler des italienischen Rekordmeisters waren die Anschuldigungen von Zdenek Zeman. Im Sommer 1998 hatte der damalige Coach des AS Rom gefordert, dass sich der Fußball vom gängigen Medikamenten-Missbrauch befreien müsse.

Autor: bb

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